Schon geschafft?

1 Sep

Der Tag hat zur Sicherheit gleich einmal etwas eigenartig begonnen: ich gehe zum Bahnhof, steige in den Bus, der mich zum anderen Bahnhof bringt, von dem seit mehreren und noch mehrere Wochen der Zug starten wird – das war ja noch ok. Weniger ok war dann allerdings, dass ich feststellen musste, dass mein Zug gecancelled wurde, wie es so schön heißt. Puh, durfte ich also schnell ein Privattaxi organisieren, damit ich rechtzeitig zum Wettbewerb komme. Fast war selbiges dann da, da kam plötzlich die Meldung vom Shuttle-Bus, dass man mit ihm nach Graz mitfahren könne. Naja, die Chance habe ich natürlich genutzt – die letzte, die ich an diesem Tag genutzt habe, leider. :(

Fahrtechnisch war ich jedenfalls auf  einem guten Weg in die Oper und ich kam auch rechtzeitig dort an. Ein bisschen Chaos hat dort geherrscht, aber irgendwann gab’s dann doch ein Einsingzimmer und die Pianistin, um sich etwas vorzubereiten und aufzuwärmen. Irgendwie kam ich beim Vorsingen aber nicht so recht in Schwung mit meiner Arie – so meine “Ausrede” – von wem anderen hörte  ich die Frage, warum ich denn so nervös gewesen bin. Hm, auch eine Möglichkeit – ich habe jetzt jedenfalls ein paar Tage frei und Zeit darüber nachzudenken, was da wirklich schief gelaufen ist. Und dass es schief gelaufen ist, daran gibt es nichts zu rütteln, sonst wäre ich ja in die nächste Runde gekommen… :(

Schon wieder so ein Zirkus

31 Aug

Hula-Hoop“Durfte” mit den Girls wieder einmal in den Zirkus. Und das war auch nicht das erste Mal – für sie meine ich. Regnerisch, gatschig war es – wie ich das “liebe”. Der Zirkus war aber ganz nett und bot auch etwas Abwechslung, während sich die erste Partie heute bereits in der Oper abplagt. Was ich für die Karten zahlte und warum wir dort saßen, wo wir saßen, konnte ich die gesamte Vorstellung über nicht zuordnen, erst auf der Rückfahrt im Auto wurde mir die Ermäßigung von heute klar. Naja, ist aber eh zweitrangig – es war unterhaltsam und ein bisschen konnte ich zumindest die neue Kamera ausprobieren…

And now? the end is near…

30 Aug

Oder der Anfang (des Wettbewerbs). Der Abschluss der Coaching-Woche war jedenfalls etwas wie der Anfang. Irgendwie muss ich doch wiederum etwas überzeugt haben, aber zumindest gab es für den beredten Diener des verführerischen Herren auch einige Kommentare – nicht unbedingt auf den Gesang bezogen, aber auf die Verkörperung. Während sich also die Chinesin vor mir abermals abplagte, herauszufinden, was sie denn überhaupt singen wird – leid tut sie mir inzwischen schon – konnte ich also das Stück für die erste Runde noch etwas festigen und das Darstellerische intensivieren, nachdem ich zuvor zu einer überraschenden Einheit gekommen war: haben wir da ein bisschen französisch gemacht – auch nicht unangenehm. Nun jedenfalls ist meine Motivation wieder deutlich gehoben – nach den leicht dämpfenden Eindrücken gestern.

Am Nachmittag habe ich dann auch noch etwas die Nachbarin eingekocht – also alles bestens…

Ob’s reichen wird?

29 Aug

Ich war durcheinander – die anderen auch. So wäre beinahe die erste (ja, heute warne irgendwie zwei) Einheit heute in der Früh ausgefallen – woher soll ich wissen wie die neue Pianistin aussieht. Sonst interessierte sich ja auch niemand für sie und vor mir wäre eigentlich wer anderes dran gewesen. Irgendwie ergab sich daraus, dass diese Einheit pünktlich begann – auch deswegen, weil keinen fernasiatisches Temperamentsbündel vor mir war. Habe einiges zu meinem französischen Stück gelernt – also im Wesentlichen die Aussprache. Bin ja nicht so ganz daneben gelegen, aber der Teufel steckt da ja auch stark im Detail. Hat mir doch sehr geholfen – hoffentlich komme ich soweit, dass ich mein neues Wissen auch einsetzten kann…

Apropos, soweit kommen – in erster Linie liegt da mal Mozart dazwischen. Wenn der geschwätzige Diener nicht eloquent über die (Damen-)Geschichten seines Herren berichtet, ist gleich zu Beginn Sense. Sollte mir ja eigentlich legen, denn (so ähnliche) Geschichten erzähle ich ja auch hin und wieder. Bevor ich das allerdings heute trainieren konnte – das war aber dann wieder eine  Einheit, die aus sattsam bekannten Gründen, einiges später begann. Zuvor tapste ich aber noch bei IHR hinein, denn ich muss wohl eine aktuelle Planänderung übersehen haben. Hat sich aber schnell aufgeklärt und es war ja aufgrund der üblichen Verzögerung noch genug Zeit, bis meine Einheit losging. Mit dem Leporello bin ich dann ja an eine etwas kritische Stimme gelangt – gut so – nur so kann man lernen. Ob ich das Gelernte allerdings schnell genug umsetzen kann? mal sehen…

Zu wenig

28 Aug

Manchmal kann ich nur staunen – haben’s (SIE und die Chinesinnen) gestern doch anscheinend ausgemacht, dass das chinesische Energiebündel einen anderen Mozart für die erste Runde im Wettbewerb einstudieren (ja, richtig gelesen!!) soll – ist ja eh noch bis zum Wochenende. Hm, auf so etwas würde ich mich wohl nicht einlassen…ok, habe ich auch schon mal fast. Das Stück hat sie dann gestern noch kopiert, studiert und der heutigen Lehrerin untergejubelt, die aufgrund einer längeren Anreise erst zugegen war, als meine Einheit bereits beginnen sollte.

Da die zwei Damen aus China den Raum und den Pianisten nicht brauchten, habe ich ihn mir gleich “gekrallt” und wir haben 2 Arien “heruntergeklopft”, also er zumindest und ich habe dazu geträllert. Dann war die asiatische Einheit und darauf pünktlich – zumindest relativ zum Beginn gerechnet – meine Einheit. Der Abendstern wird nun noch um einiges schöner am Himmel stehen – keine pauschales Lob heute, aber dafür sehr konstruktive Vorschläge . Wir waren uns jedenfalls einig, dass eine halbe Stunde halt gar wenig ist…

Ich hab’s

27 Aug

Jetzt bin ich der kleinen Chinesin auf die Schliche gekommen: sie stürzt sich nur auf die Stücke für die ersten beiden Runden (Mozart und Verdi), hofft damit durchzukommen und wird sich wohl später um die Arien für das Finale kümmern. Auch ein Weg, würde ich sagen.

Meiner ist etwas anders und heute war ich dann also mit allen Arien einmal durch, obwohl’s heute schwerer war also sonst – ich war bei IHR und somit das wohlwollende Entgegenkommen der bisherigen Coaches zu Ende (die beiden wilden Schwestern hatten sich jedenfalls gestern über meinen beeindruckenden Escamillo unterhalten – auch nicht schlecht ;) ). Ist aber gut so – dann wachsen die Bäume nicht gleich in den Himmel.

Nun, mit meinem Wagner und seinem Abendstern kamen wir dann aber relativ bald auf die Reihe und ich durfte noch Korngolds Sehnen und Wähnen auspacken. Das war dann schon einiges haariger – wenn ich genau wüsste, wie er es macht…der heutige Pianist war jedenfalls hocherfreut ein so schönes Stücke spielen und hören zu dürfen.

Und täglich grüßt das Murmeltier

26 Aug

MatadorSoll es mir unheimlich werden? nein, wieso auch. Ich mir vielleicht? Nein, ich hab’ schon mal was gelernt und ich bemühe mich auch, also darf auch das Ergebnis durchaus entsprechend sein. Aber beim Wettbewerb sind wir ja noch nicht…

Heute konnte ich wieder Einblicke in chinesischen Mozart und Verdi “genießen”. Doch dann ging’s an’s Werk mit dem spanischen Protzer französischer Provenienz. Nicht gerade mein Lieblingsstück – es flößt mir einfach unnützerweise immer zu viel Respekt ein. Oder flößte. Denn heute war ich wieder bei der Schwester von IHR, und abermals gelang es ihr, mich unbeschwert durch das sonst immer etwas mit Plage betriebene Stück zu manövrieren. Naja, eigentlich habe ich mich selbst durch manövriert, aber von ihr geht eine Stimmung aus, die mir das deutlich erleichterte. Und so waren die schwereren Phrasen und selbst das nicht ganz einfach zu singende Finale, das ich stimmlich immer wieder mal ins Eck brachte, einfach und ohne viele störende Gedanken zu meistern und ach einige Da capos draufzulegen…

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