Also, es war einmal jemand, der interessierte sich für das Flohlied von Mussorgksy. Oder noch besser, man stelle sich also vor, dieser jemand erwägt sogar, das Flohlied von Mussorgksy in absehbarer – nein in unmittelbarer Zukunft bei einem Gesangsabend vorzutragen und keiner seiner Zuhörer (ok, vielleicht EINE
) würde auch nur annähernd etwas vom Text verstehen.
Was könnte der da wohl machen? Vielleicht Zettel mit dem Text austeilen – geht schlecht, hmpf. Oder eine kurze Einleitung sprechen – schon besser. Aber was könnte er da erzählen? Schwierig, schwierig …
Oder vielleicht ließe er statt der Introduktion einen kleinen Vierzeiler – frei nach** – los:
Es war einmal ein König,
der hatte einen – Floh,
den liebt’ er gar nicht – wenig,
und das begab sich – so!
Ob das wohl ginge, überlegte sich der arme Kerl und er brütete und brütete und die Stunden zerrannen … und wenn er nicht gestorben ist*, dann grübelt er noch heute.
Übrigens, morgen (9. April) ist es soweit – da brauche ich den Text …
* oder keiner ihm geholfen hat
** Johann Wolfgang von Goethe
Lied des Mephistopheles aus Faust***
Es war einmal ein König,
Der hatt’ einen großen Floh,
Den liebt’ er gar nicht wenig,
Als wie seinen eig’nen Sohn.
Da rief er seinen Schneider,
Der Schneider kam heran;
‘Da, miß dem Junker Kleider
Und miß ihm Hosen an!’
In Sammet und in Seide
War er nun angetan,
Hatte Bänder auf dem Kleide,
Hatt’ auch ein Kreuz daran,
Und war sogleich Minister,
Und hatt einen großen Stern.
Da wurden seine Geschwister
Bei Hof auch große Herrn.
Und Herrn und Frau’n am Hofe,
Die waren sehr geplagt,
Die Königin und die Zofe
Gestochen und genagt,
Und durften sie nicht knicken,
Und weg sie jucken nicht.
Wir knicken und ersticken
Doch gleich, wenn einer sticht.
*** und dort gibt es sogar einen Hinweis auf die Lieder von Beethoven, Wagner und Berlioz (französische Version “Histoire d’une Puce”)

[...] 9 04 2008 Habe gestern einen Floh los gelassen und heute schon eine Suche darauf – das nenne ich Timing es war einmal ein konig der hatte einen [...]
Singen und darstellen. Die Zuhörer sollen dem Sänger zuhören und nicht die deutsche Textübersetzung beurteilen. Ich drücke die Daumen.
also bei dir, der so sorgfältig sein Blog pflegt, frage ich mich immer… sind diese shms in den Titeln vielleicht ein Stilmittel? Bitte klär mich auf!
@lamiacucina: danke für’s Drücken; das Gesamtkunstwerk beginnt mit dem Auftritt und endet mit dem Abgang (wie beim Wein?
) aber ich werde vielleicht in meinem “Bericht” nochmals drauf zurück kommen – mal sehen …
@kalesco: Aufklärung für meine Leser
; Stilmittel, hmm? sicher
– nein im Ernst, wahr wohl schon spät und die Crux kommt dann, wenn man den Titel gerade noch zu verändern glauben muss …
[...] liked them Die schöne SklavinSex Hardcore ProtzWir sind OscarWenn Märchen war werdenCD Covers – es geht weiterEnneagramNo risk no funGute VersteckeT-19Im Fluge Want to hear something [...]
[...] selbstbewusster Auftritt. Ich bin der King. Habe die Einleitung zum Flohlied genau so vorgetragen, wie am Vortag geplant – es geht natürlich nicht um die deutsche Übersetzung, aber die Zuhörer sollen eine Idee davon [...]