Zu Mittag war die heile Welt ja noch in Ordnung – ein einmaliges Nudelgericht. Ja, einmalig – darauf hoffen wir, aber sFrauli hat ja auch schnell (ein-)gesehen, dass der Inhalt aus der Wundertüte nur für eine Einmalaktion reicht und selbst dieses eine Mal nicht begeistert. Wie ich die Farbe bzw. das gesamte Äußere einordnen würde, sage ich hier jetzt nicht.
Am Vormittag waren wir ja ganz brav bei Einkaufen – nur gekauft, was oben steht und selbst das nicht zu überhöhten Preisen – ein Novum, wenn da nicht – naja, die Spieße waren aus, die wir kaufen hätten sollen. Stattdessen haben wir ein Karree gekauft, in der Meinung - leisch ist Fleisch. Zuhause wurden wir aber sofort eines besseren belehrt.
Nun, der Nachmittag kam und dann hieß es – auf zu unserem Weinbauern. Das verstehe ich – unsere Vorräte gehen langsam, aber sicher dem Ende zu. Die tolle Idee, das Navi einzupacken und endlich einmal zu probieren, entpuppte sich später dann als eine nicht so glorreiche. Zuerst war ich ja gleich begeistert – ein schönes Bild, einfache Eingabe der Zieladresse, sehr simples Umschalten zwischen Karte und Himmelsrichtungsanzeige. Dazu noch eine dieser tiefen hoch erotischen Damenstimmen – nicht so eine Keifen, sondern das einfühlsame, sanfte, zarte Wesen, dem man jede Richtung abkaufen würde, ganz egal wohin sie einen denn locken wollte. Sogar als ich mehrmals intensiv von der vorgeschlagenen Route abweichen wollte, war das Navi und seine Stimme immer sehr freundlich, nett und entgegenkommend. Nach ca. einer halben Stunde (!) allerdings das aha-Erlebnis. Die Anzeigte sagte, dass der Akku sich dem Ende zuneigt und daher kein Bild mehr gezeigt wurde. Einige Male konnte ich das Ding noch überlisten, doch irgendwann, war es dann ganz finster und nicht mehr zu gebrauchen – auch nicht mehr die Sexy-Lady. Zu diesen Zeitpunkt waren wir aber auch schon einige interessante Abkürzungen gefahren. Diese Abkürzungen werden von den Einheimischen dort regelmäßig benutzt, wie wir wenig später lernten.
Beim Weinbauern gab es dann keine allzu großen Überraschungen mehr. Der Wein war vorzüglich, was sFrauli dazu animierte zu tief in das Glas zu schauen – die Strafe folgte aber auf den Fuß – etwas grogi war sie dann im Auto. Es muss aber bereits vorher begonnen haben. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass meine neue Art Fieber zu messen nicht auf tiefere Abneigung stieß.
Nun, die Jause war dann wieder ganz köstlich – über meine Energiebilanz möchte ich jetzt gar nicht so genau Bescheid wissen …




Wieviele Prozent hat denn das Thermometer angezeigt ?
Bei mir bleibt es immer im Promillebereich.