Archiv | Februar, 2009

Tausendundeine Nacht

21 Feb

Ein herrlicher Sommermorgen – die Sonne blinzelt beim Fenster herein. Und der Rufus?

Beginnt den Morgen – nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Terrasse – mit einem wunderbaren Spaziergang entlang eines sommerlich blühenden Kornfeldes – sein Kornfeld oder besser gesagt eines von seinen. Die Energie der Sonne ist zu spüren, aber noch keine Hitze – die wird erst zu Mittag kommen. Während er also dahin streicht, ist er völlig in Gedanken versunken und erinnert sich zurück an damals, an einen schönen Konzertabend in Graz – seinen ersten. Am Programm waren „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn und Rufus gab einen wunderbaren Simon. Im Verlauf dieses Oratoriums ist übrigens die aufkommende Mittagshitze auch beschrieben und das hat wohl die Erinnerung ausgelöst. Die Stimmung im Saal war herrlich und der Abend ein großer Erfolg.

Zurück bei seinem Landsitz macht es sich Rufus wieder auf der Terrasse gemütlich. Vorbei spazierte eine gewisse bonafilia, die unbedingt wissen wollte, wie denn Rufus’ perfekter Tag aussehen würde. Rufus bittet sie auf die Terrasse und beginnt nachzudenken, laut nachzudenken. bonafilia sitzt daneben, eine Flasche Schilcher wird geöffnet und Rufus erzählt ganz wehmütig von einem denkwürdigen Abend – einem ganz beschaulichen Abend – mit Arien antiches. Das Publikum lauschte der fabelhaften Pianistin und den Kantilenen, die Rufus verströmte. Das Ende dieses Abends schien mit jedem Stück in weitere Ferne zu rücken – eine Zugabe nach der anderen. Da der Abend so lange dauerte, war es auch nicht möglich an diesem Nachmittag alles fertig zu erzählen, so musste sich bonafilia versichern lassen, dass sie am nächsten Tag wieder vorbeikommen dürfe, um den Rest zu erfahren.

Und so geschah es dann auch – sie kam wieder. Rufus begann erneut zu erzählen und ganz entrückt verwies er auf die letzte Arie antiches – „O del mio dolce ardor„. Dabei fiel ihm wohl etwas anderes ein, denn plötzlich war er in seiner Erzählung mitten in der Metropolitan Opera in New York. Man war versetzt in die Aufführung eines schottischen Dramas, einer Verdi Oper – Macbeth. Große Sänger waren am Werk, eine blendende Regie und der Macbeth des Abends? Rufus. Aber auch der großartigste Gesang half ihm an diesem Abend nicht – Macbeth musste sterben. Nichtsdestotrotz jagte ein Vorhang den nächsten – weit über eine Stunde, bis die Gäste den Saal verließen. Bei der Erzählung muss sich Rufus etwas verzettelt haben, jedenfalls wurde erneut vertagt …

Wie es zu erwarten war, glitt Rufus abermals ab und erzählte von einer Aufführung am Brodway. Was heißt von einer Aufführung? – eine lange Serie von Aufführungen gab es. Und das Stück? „The Beauty and the Beast“ (oder wie es bei uns heißt, Der Schöne und das Biest) von Alan Menken und somit eine Berg- und Talfahrt der Gefühle für das Biest – richtig, Rufus. bonafilia fragte nach, immer und immer wieder zu jeder einzelnen Aufführung und Rufus war nur zu gerne bereit und erzählte eine und die andere und …

… und so hieß, es weiter am nächsten Tag. Das Musical hatte er irgendwie verlassen, aber er war in das europäische Pendant verfallen und schwelgte in Erzählungen über Operetten. Eine Serie hatte es ihm besonders angetan – „Die Lustige Witwe“ von Franz Lehar und darin der leichtfüßige Danilo. Die Produktion stellte die Aufführung der Mörbischer Festspiele dar – herrliche Aufführungen (trotz der unzähligen Gelsen) – jede für sich ein Erlebnis. Die farbenfrohen Schilderungen rissen Rufus so mit, dass er es nicht schaffte, seine Erzählung an diesem Abend abzuschließen.

Ein neuer Tag begann, aber die Freiluftbühne blieb erhalten, auch wenn der Ort ein anderer war. Plötzlich war er sozusagen in Italien – genauer gesagt in der Arena von Verona. Ein Platz, an dem immer große Oper stattfindet – in dem einen Jahr war es DIE Oper von Georges Bizet: CARMEN. Eine rassige Carmen – Elina Garanca – wirbelte über die Bühne und der Macho des Sommers war – wie nicht anders zu erwarten – Rufus. Aber so ein Abend in Verona kann dauern – schließlich wurde zweimal wegen Regens unterbrochen – aber die Oper dennoch fortgesetzt. Außerdem musste das famose Auftrittslied des Toreadors wiederholt werden. Die Zuhörer hielt es nicht auf ihren steinernen harten Sitzen.

Die Unterbrechungen und dadurch entstandenen Verzögerungen bewirkten eine Vertagung auf den nächsten Tag. Begierig das Ende zu erfahren, kam bonafilia abermals vorbei und war doch einigermaßen erstaunt, als da der Champagner der Steiermark – ein feiner Schilchersekt – zur Erzählung aufgetischt war. sFrauli war dieses Mal auch dabei, denn sie wusste, wohin es Rufus verschlagen würde. Ins sommerliche Salzburg – die Festspielsaison war eröffnet worden mit einem der ganz großen Meisterwerke von Wolfgang Amadeus Mozart: Don Giovanni. Der Giovanni wurde auch prompt über die Außenlautsprecher gespielt. Die legendäre Aufnahme mit Rufus und daraus die halsbrecherische Champagnerarie. Ob der Schilchersekt besondere Wirkung entfaltet? Denn plötzlich gab es zu den synthetischen Klängen der Konserve einige Takte Echtes, Authentisches, das noch erahnen ließ, wie toll das Live-Erlebnis vor etlichen Jahren gewesen sein musste. Die Erzählungen zur Premiere und den folgenden Abenden wurden aber noch ergänzt …

… denn bonafilia wollte unbedingt wissen, wie das denn mit den Aufnahmen funktioniert (hat). Interessiert gefragt, kann Rufus natürlich nicht widerstehen. Der Herbst war mittlerweile ins Land gezogen – nicht nur bei Rufus – auch bei den Nachmittagen der Erzählungen. So war auch die zur Verfügung stehende Zeit etwas kürzer und Rufus nahm darauf bedacht. Wie er so dahin spann an einem nebligen mystisch geheimnisvoll wirkenden Novemberabend, begannen seine Augen zu leuchten. Warum? Der Liederabend, von dem er erzählte war ein Abend mit den schönsten Balladen von Carl Loewe und Franz Schubert. Die riesige Carnegie Hall war zum Bersten voll und man konnte in den Pausen zwischen den Stücken eine Stecknadel fallen hören – die Spannung war zum Zerreißen als die Miniopern alla „Odins Meeresritt“ oder „Der Erlkönig“ erklangen. Die Spannung muss sich auf bonafilia übertragen haben, denn obwohl die Erzählung an diesem Abend ein Ende gefunden hatte, bat sie, nein, sie bestand darauf, am nächsten Tag wiederkommen zu dürfen, um noch einer weiteren Geschichte zu lauschen.

Das machte Rufus natürlich gerne und da mittlerweile der Winter eingezogen war, hatte er auch einige Geschichten von Konzerten aus dem Mariinsky-Theater bei der Hand. Aber es waren nicht nur Opern – auch ein Liederabend war dabei – gestaltet nur mit Klavierbegleitung und ausschließlich russischen Liedern von Nikolai Rimski-Korsakow und Modest Mussorgsky. Ein Stück stach heraus, weil bei den Zuhörern bekannter, als die anderen - „Das Lied vom Floh„. Die Schilderung muss wohl so mitreißend gewesen sein, dass Rufus gebeten wurde, noch eine Performance zu versuchen, was er auch tat und dieses wunderbare Kleinod weckte in bonafilia erneut den Wunsch nach mehr …

Und jeder neue Tag brachte neue Erinnerungen an interessante Erlebnisse, an große Abende und so zogen die Wochen, die Monate, die Jahre ins Land – es müssen tausend oder mehr gewesen sein an diesem wunderbaren Tag.

Information ist Alles

21 Feb

Informationsblatt

Irgendwie war manchen zu wenig Info über unseren „Traum“-Urlaub. Was wir natürlich sofort aufgeschnappt haben – außer den Intimitäten des Zimmers - war das Info-Blattl des Hauses. Darin gab es – nomen est omen – die wichtigsten Informationen zu den Gepflogenheiten des Hauses, aber auch zu manchen Gegebenheiten der „Ortschaft“.Telefonzelle

Da war mal der Hinweis auf die Telefonzelle gleich vor dem Haus quasi, und sicher nicht überlaufen ;) dann noch der Hinweis auf die nächste Bank, obwohl natürlich nicht ganz ersichtlich war, was nun der geschickteste Weg war. Eine Frage stellte sich natürlich schon auch: wozu eine Bank? wenig später wurde sie natürlich beantwortet, aber mit etwas Charme konnte ich größeres Ungemach von uns abwenden.

Weg nach Köflach Weg nach Judenburg

Und dann war da noch der Hinweis auf den Fernseher – auf Wunsch im Zimmer … das habe ich nun noch nirgends erlebt :D

Zwa Brettln a gfiariga Schnee …

20 Feb

Oberkellner Harald und seine Spezialitäten…juheeeeeee.

Genau so war es dann auch im – etwas kurzen – Urlaub. Und als Beweis, dass wir wirklich wo waren, hier eine kleine Rechnung mit den Spezialitäten des Hauses.

Schlüssel am PferdAber natürlich kein Aufenthalt außerhalb der Heimat ohne den obligaten Zimmerschlüssel. Wie das nun mit dem Anhänger war, kann ich natürlich nicht sagen – ein herzlicher Empfang für mich oder ein Hinweis auf die nicht allzu weit entfernten Lipizzaner - keine Ahnung. Tut aber auch nicht allzu viel zur Sache.

Was aber so in dem Zimmer zu entdecken war – zumindest für meine Girls war ein „geräumiges“ Badezimmer, eine kuschelige Decke vom Schweden und ein paar sehr gewagt montierte Wasserhähne – so ganz ohne Wasserleitung – einmal oben in der Zimmerecke und dann wieder einmal schräg hinter dem Nachtkästchen … ;)

wasserhahn_oben Bad ungeheuren Ausmaßes Polarvide von IKE.A Wasserhahn unten

Soviel also zu meinem unserem Kurzurlaub …

Entscheidungen, nichts als Entscheidungen

19 Feb

Vor ein paar Tagen noch Lob von meinem Entchen, dass der ansehnliche Finger weg ist und schon sagt mir sFrauli, dass Ihr mein neues Gfrieß in der Adresszeile des Browsers neuer Blavatar nicht gefällt. Jetzt musste ich mich für etwas Neues entscheiden. Habe ich auch – ob das meine LeserInnen auch goutieren?

Und was kommt dann heute? Ein Haufen Möglichkeiten mit den Kommentaren umzugehen in meinem Blog umzugehen:

  • strukturiertes Kommentieren (threading)
  • Auswahl neueste oder älteste Kommentare zuerst
  • Kommentare seitenweise anzeigen und noch dazu die Anzahl der Kommentare pro Seite bestimmen

Mann oh Mann, wenn ich jetzt wüßte, wie Ihr es am liebsten habt. Beim Bloggen meine ich ;)

Lupo

19 Feb

Der böse Wolf hat auch nichts davon erwähnt, andere schon. Naja, jetzt weiß ich wieder etwas mehr …

Sie steht wirklich auf mich

18 Feb

Hat letztens also irgendwie doch geklappt, der Termin mit meinem blonden Engerl und dann war es also soweit. Das Gespräch hatte also bereits begonnen – …

Tussi: wollte ich doch glatt wieder ein Date ausmachen letztens, obwohl wir ja bereits alles ausgemacht hatten.
Rufus: mhm.

Tussi: also was wollen Sie denn machen?
Rufus: Nun mir bleibt da offensichtlich ein bisschen was übrig.

Rufus: ich kann somit einen Teil so verwenden und mit dem Rest gehen ich  dann einkaufen.
Tussi: ah, Valentin, eine seeehr gute Idee. Was wird’s denn werden. (lacht)

Rufus: tja, genau, weiß ich das noch nicht – hängt ja davon ab, ob sie brav war.
Tussi: brav, haha.
Rufus: werde sie gleich einmal anrufen und fragen.

Tussi: gut kommt sicher einkaufen gehen – gemeinsam – mit einem Rahmen.
Rufus: na, ich könnte ja einen netten Schmuck kaufen mit dem Rest.
Tussi: (schluckt) ja, warum nicht. 

Rufus: ob man um x.000 auch schöne Blumen bekommt?
Tussi: (schluckt noch tiefer) ja, sicher aber … ich hole inzwischen mal den Prospekt. (scheint ganz glücklich, dass sie davon kommt und etwas verschnaufen kann)

Rufus: habe gerade mit ihr telefoniert und sie gefragt, ob sie brav war - sie hat dann aber nicht so recht gewußt, was sie sagen sollte … da war sie wohl nicht ganz so brav.
Tussi: ob sie was zu verbergen hat?
Rufus: da könnte ich ja sie für den Rest einladen.

Tussi: warum nicht, ich darf ihr eh Nichts sagen – ich unterliege ja dem Bankgeheimnis. Was SIE sagen, kann ich natürlich nicht sagen.
Rufus: ja und ich sage Nichts, bin ja gutmütig.

Rufus: nun gut, gibt es also Blumen um 50 €.
Tussi: da gehen sich schon seeehr schöne Blumen aus (ihre Augen gehen dabei über) und für die Girls gibt es nächstes Mal Stofftiere und für sFrauli ein Sudoku-Spiel.
Rufus: ach, für meine Damen müsste ich einen  Schuh-und-Taschen-Fond einrichten.
Tussi: eine gute Idee, das ist wirklich eine sehr gute Idee von Ihnen…

Valendienstag

17 Feb

Wie bereits angekündigt, gibt es an diesem schönen Tag heute noch etwas für mein Girls …

Ich liebe Euch alle, Alien, Viali, sFrauli und die vielen anderen da draußen

Gut gerüstet

16 Feb

Mehr oder weniger dichter Schneefall und ich beginne daher bereits mit den Vorbereitungen. Aus der Originalauskunft wurde ich einfach nicht schlau, aber mit ein bisschen Suchen findet man schon mehr Informationen, und ich habe mir gleich ein Video geborgt …

Differential GPS

15 Feb

Kleiner Nachschlag zu den letzten Tagenund keine Widerrede.


Der Vorteil dieses Systems gegenüber normalem GPS ist die deutlich höhere Genauigkeit bei der Positionsbestimmung. Was heißt normales GPS, also das GPS in der Dienstklasse SPS mit einer Genauigkeit von 22 m (seit die Behinderungen, die 100 m bewirkten, vom US-Militär aufgehoben wurden). Über die militärische Dienstklasse PPS – die ist noch genauer – reden wir hier sowieso nicht. Also das Differential GPS kann auf 0,3 bis 2.5 m genau bestimmen, wo man denn so ist.

Ob nun in einem Flugzeug normales GPS oder doch das bessere Differential GPS eingebaut ist, keine Ahnung – in Wirklichkeit macht das aber ohnehin nicht allzu viel aus, vermute ich.

Und die Ergebnisse mit diesem xyz-GPS scheinen durchaus brauchbar, wie das folgende kleine Video zeigt, das ich am Rückflug aus Rom gemacht habe. Wer die Städtenamen einträgt oder auswählt – ich weiß es nicht (z.B. Dakar und Aserbeidschan), obwohl natürlich Naxos und Alexandria schon eine gewisse Bedeutung haben. ;)

Wenige Minuten vor Wien kamen dann schließlich doch wirklich spannende Bilder (in der Reihenfolge) – für den italienischen Stiefel war ich zwar leider etwas zu spät um wirklich ein scharfes Bild zu erhaschen, aber die Reise von Libyen in Richtung Türkei konnte ich doch noch etwas mitverfolgen, obwohl wir zwischendurch vom rechten Weg abgekommen sind und beinahe im Burgenland gestrandet wären … :mrgreen:

Rufus auf Abwegen

Na, wenigstens haben meine Ohren dieses Mal wenig gelitten – nur zugefallen, keine Schmerzen. :D

Chill out

14 Feb

Ich darf mich morgen in ein Winter-Ressort der gehobenen Klasse begeben – auch unser Schifahrer Christian Mayer und der Sagenumwobene Richard L. waren bereits dort … also in den nächsten Tagen und Wochen nicht allzu viel erwarten hier.

Wie immer, werden jetzt manche sagen …

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