Jetzt habe ich es sogar schwarz auf weiß und das kann mir keiner mehr nehmen.
(Überzeugungs-)Arbeit
30 MrzEs ist unmöglich Ganz einfach ist es nicht, meinen Vater zu überzeugen, dass man ihm bei einer Arbeit hilft. Ich habe das letztens anders gemacht – habe einfach mit ihm gestritten und bin dann plötzlich abgezogen. Das saß offensichtlich tief, denn er hat sich dieser Tage gemeldet und angekündigt, dass er seine Terrassenüberdachung jetzt angeht, das Holz gekauft und vorbereitet hat und die Bodenanker gesetzt hat. Naja, einige schwere Holzbalken auf- und abgetragen und die Löcher in den Boden gebohrt hat er ja schon. Muss ohnehin schon ziemlich anstrengend gewesen sein, aber zumindest hat er jene Arbeiten aufgehoben, die besser zu zweit oder zu dritt gehen, er aber eigentlich wieder einmal alleine machen wollte (klar, kann man ja dann erzählen, wie toll man wieder war).
Jetzt war es also so weit, ich (6) bin bei ihm aufgetaucht – ok, eingeladen war ich natürlich schon. Und dann haben wir auch schon losgelegt – ohne Anleitung natürlich (er ist ja ein Profi) – die habe ich jetzt nur für die Nachdokumentation angesehen, damit ich nicht totalen Schwachsinn verzapfe das richtige Vokabular einsetze. Und hier gibt’s auch meine Anleitung …
Zuerst den Aufstieg mit der großen Wandpfette (10), die an der Wand montiert wird (nona, bei dem Namen). Die geniale Konstruktion, mit der er es tatsächlich wieder einmal alleine hätte machen können, habe ich leider nicht photographiert – mein Knipsi lag ja leider zuhause (nie, nie wieder so ein Vergehen, habe ich mir geschworen – vermutlich gibt es die nächste Übertretung dieser Art aber bereits am Abend, wenn ich in der Badewanne liege, oder soll ich …? ).

Der Start war dann aber etwas ernüchternd – bereits das erste Loch, das wir in die Wand bohren wollten, war einfach unmöglich rein zu kriegen. Zum Glück ging das Loch darunter dann wunderbar und eines folgte dem anderen: srrrrrr-schraub-schraub-schraub, srrrrrr-schraub-schraub-schraub, srrrrrr-schraub-schraub-schraub …

Die nächste Aktion war dann das Aufstellen der beiden Pfosten (1). In die Bodenanker (9) gehoben und angeschraubt – einen Pfosten aber leider verkehrt. Das macht kein großes Problem, aber später mehr dazu. Dann schnell mit der Woge des Wassers (O-Ton Papa), ob die Balken wirklich senkrecht stehen (klar - kommen ja auch so oft Besuche, die Werkzeug mit haben und dann nachmessen – ich sage ja, „wer so genau schaut, stiehlt“
).
Nun hieß es wieder auf die Bäume ihr Affen ging es also wieder auf die Leitern (7), um zuerst den vorderen Querbalken die Fußpfette (4) und danach die Verbindungsbalken Sparren (3) zu montieren. Aber zuerst zur Fußpfette – hinauf mit ihm und die Feder in die Nut. Mist, das wollte zuerst gar nicht funktionieren, aber mit etwas Gewalt ging’s dann doch. Das Festschrauben war gar nicht so einfach mit dem Akkuschrauber, der bereits etwas schwächer lief.
Ich habe habe ja den Torx-Aufsatz gleich in die Bohrmaschine eingesetzt und srrrrr, waren die rund 20 cm der Schraube schon im Holz verschwunden. Nach dem Schrauben wieder die Woge des Wassers … klar, muss doch genau sein das Ganze – ich bin ja der Meinung, dass das keiner sieht, dass das vergebene Liebesmühe ist, dass das Schicksal ist oder was auch immer … NUR NICHT, DASS DAS ZU KORRIGIEREN IST
Naja, hier prallen Philosophien aufeinander, aber zum Streit kommt es dadurch nicht.
Nun kamen wichtige Details – die Querverstrebungen Kopfbänder (2). Diese sind wirklich vor den Sparren zu montieren, damit die Pfosten nicht mehr wackeln können. Und siehe da, Mann lernt (sogar im höheren Alter) – das Festschrauben war tatsächlich plötzlich auch mit der Bohrmaschine (8) möglich. So ein schöner Teilerfolg, aber eine Missionarsstellung werde ich deswegen trotzdem keine annehmen.
Nach dem Fixieren der Pfosten, kamen also die Sparren – Stück um Stück, insgesamt fünf, hinauf wuchten und einrichten und auf einer Seite festschrauben, aber nicht die Koppelpfetten (5) vergessen, sonst stimmen die Abstände nicht und außerdem kriegt man die nachher sowieso nicht mehr rein. Dann noch die Sparren an der Fußpfette anschrauben uuuuuuuuuuuuund ……… FERTIG.
Das wäre ja nun wirklich alleine auch recht leicht gegangen, oder?

So, nur mehr wegräumen – die restlichen Schrauben, den Bohrer …

Jetzt noch schnell wieder die Woge des Wassers (wozu eigentlich – jetzt ist es sicher zu spät). Dabei haben wir allerdings entdeckt, dass einer der Pfosten verkehrt montiert war. Ooooh, mein Vater überlegte dann noch laut, dass wir den Pfosten doch umdrehen könnten. Kein Problem – ob ich wohl die gesamte Konstruktion (150 kg oder wie viel auch immer) ein paar Minuten auf der Leiter stehend halten kann, während er den Pfosten um 180 Grad dreht …
Wie für einen richtigen Knecht üblich, gab es dann noch freie Kost und Logis. Und meine Mutter ist jetzt etwas enttäuscht, weil die Sicht auf die Kirche eingeschränkt ist …

Die „3 vor 2″ Challenge
29 Mrz
Pünktlich 3 vor 2 bin ich also losgezogen mit meinem Funkwecker – die einzige außer den Uhren unserer PCs -die nicht zum nachjustieren ist. Die Tour beginnt an FI-Schutzschalter-Testtaste, der dem Halbjahrestest unterzogen wird – und wieder einmal hat er anstandslos funktioniert, d.h. sollte der Haarföhn in meine Badewanne fallen wird er kaputt und nicht ich (Kinder, aber bitte nicht ausprobieren) .
Ganz zu schaffen ist die Tour ja nicht in den drei Minuten, aber sFrauli und die Girls kriegen das ganz ganz selten mit
. Hier also die Empfänger meiner Zuwendung (in alphabetischer Reihenfolge):
- Arbeitszimmeruhr
- Armbanduhr
- Autoradio
- Badezimmeruhr
- Fotokamera (zwei)
- Gastherme
- Herd
- Mikrowelle
- Mobiltelefon (wozu eigentlich – liegt es doch eh nur im Auto und harrt eines Einsatzes)
- Radio-CD-Kombi vom Viali
- Radio im Arbeitszimmer
- Radio im Schlafzimmer
- Saunasteuerung
- Telefonbedienteile (zwei)
- Videokamera
- Videorekorder
- Wecker vom Viali
- Wohnzimmeruhr
- … ich hoffe, dass ich jetzt keine vergessen habe.
Wozu eigentlich – in ein paar Monaten ist ja wieder alles fällig …
Kleines Update: habe ja ganz vergessen, dass im Wohnzimmer 2 Uhren sind – ca. 20 cm voneinander entfernt
Vorsicht Drängler
29 MrzDas kann man nun so oder sehen.
Ich sehe es jedenfalls so. Mir sind sie nämlich zuwider, die Drängler, die Raser und die anderen Gesetzesbrecher. Klar, mir schmeckt es auch nicht immer, wenn ich irgendwo nicht fahren darf oder vielleicht dahin schleichen muss etc. Aber die Regeln machen das heutige Zusammenleben möglich.
Ich werde hin und wieder als Oberlehrer bezeichnet. Stimmen wird es nicht, aber ich halte das ohnehin aus …
Die, die ich meine
28 MrzHaydnjahr ist heuer,aber nicht das einzige Jubiläum. Da kommen natürlich auch einige neue CDs heraus. Eine davon täte mir schon zusagen – mal sehen, was sich ergibt.
So schnell kann es gehen
27 Mrz45 Minuten turnen mit meiner Fitnesstante und alle Muskeln (oder das was man üblicherweise so bezeichnen würde) zerstört.
In derselben Zeit habe ich Tags zuvor noch das Duett oben gelernt. Ja, kaum zu glauben. Üblicherweise benötige ich wochenlang, bis ein Stück in mir drinnen ist. Aber bei diesem war es gestern ganz anders.
Ich war bei IHR, da haben wir uns den Korngold reingezogen, mit dem ich mich gerade beschäftige und danach den Verdi von letztens perfektioniert. Dazwischen habe ich das Duett erwähnt und SIE war sofort Feuer und Flamme. SIE hat Noten herausgesucht, wir haben es aufgelegt und dann in einem Guss durch gesungen. SIE hat ja das immerhin schon einige Male gesungen. Für mich war’s sozusagen die Premiere – habe dieses Stück zuvor noch nie probiert. Ging von Anfang an gleich herrlich. Es war großes Gefühl – manche sagen Kitsch – aber getrieft hat es noch nicht. Am Ende lagen wir uns dann ganz verliebt in den Armen (nur bildlich gesprochen, natürlich).
Auf der Heimfahrt habe ich dann im Bus meinen Anteil am Duett gelernt – in Summe waren es also ebenfalls ca. 45 Minuten. Hach, könnte es doch nur immer so sein, dann könnte ich im Jahr 50 oder mehr Arien und Lieder lernen. So viele treibe ich locker immer wieder auf, die ich gerne singen würde …
Top secret
27 Mrz
„Wir machen eine Umfrage zu den Rundfunkgewohnheiten der Österreicher und brauchen die Person im Haushalt, die als letztes Geburtstag gehabt hat …„. Das musste ich gestern hören. Nun, wissend, dass es anders ist, habe ich gesagt, dass die zutreffende Person nicht zuhause ist und auf die Frage, wann denn ein Gespräch möglich wäre, angekündigt, dass es heute möglich sein sollte. Vermutlich war dieses Manöver ja nur dafür da, dass es hier mehr Stoff gibt – das arme Callgirl am anderen Ende der Leitung
.
Da ich ja später aufgetaucht bin, durfte sFrauli für mich abheben. Sie hat dann nicht verstanden, dass ich gestern nicht mitgemacht habe. Dabei wollte ich ihr das gestern noch gleich sagen nach dem ersten Anruf, habe es aber ruckizucki gleich wieder verdrängt gehabt.
Nun, heute hat mir das Callgirl zunächst alles nochmals genau erklärt, wie eben eingangs bereits erwähnt. Und dann ging es auch schon los – kurz hat sie noch gesagt, dass es werden wird. Naja, wir werden schon sehen.
Callgirl: (fragt nach diversen Radiosendern und ob ich die in letzter Zeit gehört habe)
Ich: (gab bereitwillig Auskunft, nona, sonst hätte ich ja gleich absagen können)
Callgirl: (fragt weiter nach meinem Tagesablauf und wann ich in dieser Zeit welche Sender gehört habe)
Ich: (gab natürlich auch hier Auskunft)
…
Callgirl: (wollte noch wissen, was ich an unterschiedlichsten Gegenständen in und rund um’s Haus so habe oder mir in den nächsten 1-2 Jahren zulegen wolle bzw. überhaupt, wie ich denn wohne – diese und auch alle Fragen zuvor und auch die weiteren waren Ja/Nein-Fragen)
Ich: (antwortete wahrheitsgemäß, aber meine Telefonnummer hat sie nicht bekommen – hat sie eh, denke ich)
Ich: (habe natürlich auch hier kein Problem, das Alles zu beantworten)
Ich: (drücke etwas herum)
Callgirl: Bei Männern ist ja das kein Problem.
Ich: (nenne mein Alter)
Callgirl: Das ist ja überhaupt kein Alter.
Callgirl: Da Sie doch oft ein Nein haben, ist es für Sie vielleicht leichter, wenn ich die Fragen vorlese und sie nur jene mit Ja beantworten. Machen wir das so?
Ich: Ja.
(der Dialog setzte sich noch ein Weilchen fort und immer wieder erwähnt das Callgirl, dass sie schon noch ihre Ja’s bekommen wird; sie hat dann aber doch recht wenige bekommen und tat mir fast leid, aber das Gespräch war zumindest sehr angenehm)
Callgirl: Wollen sie in Zukunft auch an anderen Befragungen z.B. über Internet teilnehmen?
Ich: Ja, warum nicht.
Callgirl: Dann brauche ich noch Ihren Namen und Adresse.
Ich: Das möchte ich eigentlich nicht.
Callgirl: Oder zumindest ihre Email-Adresse, damit ich Ihnen den Zugangscode senden kann.
Ich: Hm, eigentlich …
Callgirl: Sie können sich aber auch direkt auf der Seite anmelden.
Ich: Ach, das kann ich mir ja mal ansehen.
…
Callgirl: (wollte dann noch wissen, was ich denn für einen Anbieter für mein Mobiltelefon habe)
Ich: (zuerst dachte ich ja welchen Internetanbieter, aber ich hatte schon richtig gehört – es ging um’s Handy) Ich habe kein Mobiltelefon.
Callgirl: Was?
Ich: Ich habe kein Handy – sie haben schon richtig gehört.
Callgirl: Das gibt es nicht – mein Chef sträubt sich auch seit Jahren dagegen. (wie? ein Chef/Angestellter in einem Callcenter hat kein Mobiltelefon? – das finde ich jetzt aber cool)
Ich: Da brauchen sie jetzt nicht so entsetzt zu sein.
Callgirl: Nein, nein bin ich auch nicht. Das finde ich jetzt einfach cool. (soul mate, oder was?)
Ich: Na, und wo sie jetzt ja so oft ein Nein bekommen haben.
Callgirl: Überhaupt nicht, das Gespräch wiegt alles wieder auf. Wissen Sie, ich telefoniere heute bereits seit Stunden, aber dieses Gespräch war so angenehm – überhaupt das Netteste seit einigen Wochen. Danke.
Wir haben das angenehme Gespräch noch angenehm ausklingen lassen.
Habe ich oben was von kurz erwähnt? – 17 Minuten. Ist doch noch kurz, oder? Und wenn ich dann auch noch jemandem einen schönen Abend oder vielleicht auch nur eine schöne Viertelstunde beschert habe … das ist doch schön.
Runde Ecken
27 MrzEs gibt sie wirklich – ich wollte es eigentlich gar nicht glauben und eigentlich schlafe ich auch schon. Aber da ich ohnehin wieder einmal ein paar hundert Fotos durchsehen muss, um zu wissen, ob sich ein Buch mit 48 Seiten zum Aktionspreis von 19,99 € ausgeht, wird es etwas später (oder früher – wie man’s nimmt) und da schieb ich diesen Beitrag hier quasi ein …




