Archiv | März, 2009

Kontroversen

5 Mrz

Wie bereits angekündigt, war heute Oper angesagt – zumindest sind wir dorthin gegangen. Tatsächlich gab es ein Musical: Weiß gegen Latino, Capulet gegen Montague, Romeo gegen Julia (ach nein, das ist wohl nicht ganz richtig), aber Jets gegen Sharks. Tja, jetzt weiß wohl jeder worum es geht.

Die Aufführung war eigentlich ganz schön (bisschen derb zwar, aber für heutzutage ok ;) ), gutes Orchester, tolle Tanzeinlagen und gute Schauspieler in den Sprechrollen. Und die Sänger? Da waren sie wieder, die Gegensätze. Dieses Mal Sänger gegen Noten.

Was mir sFrauli vorher allerdings nicht verraten hatte, dass es sich offensichtlich um eine Schülerveranstaltung handelt. So tummelten sich die Teenager – hauptsächlich weiblicher Provenance – in den Gängen des Opernhauses. Und abermals taten sich Gegensätze auf: Oberweiten gegen mehr oder weniger tiefe Ausschnitte – aber zumindest Nabel hat man keinen gesehen – und dann natürlich Duftintensitäten gegen meine Nase. Die Mädchen müssen wohl an einem solchen Abend die gewagtesten Fetzen und die aufdringlichsten Nebelschwaden probieren.

Waren dann die teilweise erbärmlichen Leistungen der Sänger noch nicht genug, so musste der Zuhörer hinter mir mit seinen Füßen den Unterschied zwischen dem eigentlichen Takt des Stückes und seiner eigenen Taktlosigkeit gnadenlos aufzeigen.

Die Krone war dann aber wohl das allgemeine Gelächter im Publikum, als gegen Ende der tödliche Schuss auf Tony abgefeuert wurde. So habe ich das noch nie gesehen.

Weiber

5 Mrz

Weiber von www.volksmusik.ccDrei Münzen waren wohl nicht genug – kaum ist der Radio repariert, schon wird von meinem Alien eine Münze nach geschossen. :evil:

Aber damit nicht genug – bei der neuen Zahnsaniererin von mir wurde fest im Gebiss herum gekratzt – jawohl gekratzt – und wenn ich das dann so bezeichne, darf ich das so nicht sagen, denn das heißt Zahnstein-Putzen. Na, wenigstens bohren und füllen darf man(n) noch sagen.

Nun, die Unterhaltung mit all diesen Geschöpfen – von der Göttin in weiß bis zu den Amazonen mit ihren äußert geschickten Händchen – war wenigstens lustig und unterhaltsam (vielleicht sollte ich doch immer ein Diktaphon für etwaige Transkriptionen eingesteckt haben). Und sie machen wirklich (fast) alles, was man(n) brauchen könnte – nur Postpartner werden sie wohl nicht, habe ich erfahren. ;)

Ist man(n) dann – nach den Misshandlungen, Strapazen und Schmerzen – schwer gezeichnet im Büro, freut man sich auf ein Mittagessen – sobald man halt wieder darf. Es wird der Ort und die Uhrzeit ausgemacht, und in dem Augenblick, da man(n) dies geschafft hat, sagt sie „Sorry, ich geh jetzt mit wem anderen essen“. :(

Naja, mal sehen, was in der zweiten Tageshälfte passieren wird – sFrauli wollte ja mit mir in die Oper …

Gleichberechtigung

5 Mrz

Wieder hat unsere Gesellschaft einen Schritt in diese Richtung gemacht. Jetzt hilft Männern mit Kinderwagen auch keiner mehr in die Straßenbahn – echt sauber.

Three coins in a fountain

5 Mrz

Drei MünzenEndlich konnte ich meinen Verstärker wieder abholen – war ja wirklich schon Zeit. Und nicht nur ich wollte endlich wieder mal so richtig ausgiebig Musik hören.

Mit den drei kleinen Münzerln lässt sich aber ein solches Unternehmen nicht finanzieren, wie ich mich belehren lassen musste, aber später mehr zu den Münzen. Vielmehr stattliche 81,40 € durfte ich löhnen, damit ich mein gutes Stück in repariertem Zustand zurück erhalten konnte. Die Rechnung sah etwas eigenartig aus – keine wirklichen Details zumindest nicht aus finanzieller Sicht. Auf mein Nachfragen konnte natürlich schon einiges aufklären: das Poti, das defekt war – ja, ich habe wieder erkannt, dass es dieses sein musste – kostete 30 €, die Transportspesen dafür schlugen mit 6 € zu Buche und der Rest war für die Arbeitsleistung – mehr als eine Stunde – zu löhnen. Versteh ich somit alles.

Potentiometer

Da das Autoradio in letzter Zeit auch mehrfach gesponnen hat – immer wieder ausfallender Empfang und keine Möglichkeit CDs abzuspielen (speziell die Kinder-CD – darüber war ich schon fast wieder froh ;) ) – fragte ich gleich, ob sich das auch einmal wer in der Reparaturwerkstätte ansehen kann. Meine Vermutung, dass es einen Wackelkontakt mit der Antennenverbindung geben könnte, wurde auch dankbar aufgenommen.

So schnell konnte ich übrigens gar nicht schauen, war auch schon ein Mechaniker dabei, meinem Wagen das Wunderding (hauptsächlich, weil ich mich darüber nur wundern kann) entrissen. Hat ziemlich geklimpert das Ding, was den Mechaniker ebenso erstaunte, wie mich. Da hilft nur zerlegen, aber was kam da zum Vorschein?

Genau – DIE 3 Münzen (in einem Brunnen wären diese tatsächlich besser aufgehoben gewesen)

Je nach Autolage und Erschütterungen durch Unebenheiten im Straßenbelag, dürfte also eine oder mehrere der Münzen einen Kontakt vom Antennenanschluss zum Gehäuse (Masse) hergestellt haben, was den Empfang vernichtet hat. Und eine der Münzen dürfte sich auch bereit erklärt haben, entweder den Arm des CD-Players zu blockieren oder den Laser zum Abtasten der CDs zu verdecken. Somit waren mit dem Entfernen der Münzen die Probleme des Autoradios auch behoben. Extra zu zahlen gab es dann übrigens Nichts – wäre auch ein komisches Signal gewesen – für die paar Minuten.

Die Heimfahrt habe ich dann – trotz gelben Tanklichts – gut überstanden. Mein Treibstoffmanagement scheint doch besser zu sein, als sFrauli ihres.

So, und für alle, die durchgehalten haben, noch ein kleines Video …

WTF

4 Mrz

eine leere Tram Was war heute bloß los? Zuerst sitze ich in aller Frühe in einer leeren Straßenbahn. War ich nicht gewaschen und hatte eine entsprechende Ausdünstung oder ist mein Aussehen mittlerweile so, dass sich keiner mehr in meine Nähe wagt. Ganz glauben kann ich das nicht, hat sich doch zu Mittag ein Kollege meiner erbarmt – oder war es gerade deswegen – um mit mir Mittagessen zu gehen.

Am Nachmittag war ich dann bei IHR und auch sie machte keinen speziell gequälten Eindruck in meiner Gegenwart, hat auch nicht wie sonst oft üblich das Fenster aufgerissen, sondern mich vielmehr mit IHREM strahlendsten Lächeln und den Worten „Los geht’s Maestro“ in Empfang genommen. Die Stunde war dann auch durchaus sehr angenehm verlaufen und ich habe mich auch sehr wohl gefühlt. Ich glaube, jetzt frisst sie mir bald wieder aus der Hand. Aber auch beim Korrepetitor davor lief alles ganz fein – nach dem doch merkbaren Hänger der letzten Wochen sehr angenehm.

Prosecco Bären

Auf dem Weg nachhause kam ich dann bei einem Shop für Gummis vorbei. Die Prosecco-Bären (500 g – YATA) haben es mir natürlich sofort angetan.

Fruchtgummis gegen Schilcherssekt

Ob ich damit sFrauli herumkriegen konnte oder ob ich wohl zu etwas Gehaltvollerem greifen musste? Vielleicht sind sogar noch ein paar Gummis übrig – wie ich die wohl wieder los werde?

Twittern mal anders

4 Mrz

Kleiner Auszug aus einer Reservierungsanleitung:

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Restaurant LoVin und stehen für Reservierungen gerne telefonisch unter

0316 – 91 92 14 – 10

zur Verfügung. Alternativ erreichen Sie uns mittels Fax unter

0316 – 91 92 14 – 12

Ob ich das mit Fax mal probieren soll? was wohl die Antwort sein wird? speziell, wenn die Reservierung nicht möglich ist … Paper-Twittern – ob das gut geht? :lol:

Unter Hochdruck

4 Mrz

Ich würde ja nur zu gerne wissen, wie die die größere gleiche Menge Zahnpaste in die um ein Viertel kleineren Tuben hinein bekommen … na, wenigstens ist nicht gleich wieder alles teurer geworden ;)

Lacalut

Zeitungsente oder wahr?

3 Mrz

Die Osterwoche ist mit Terminen vollgepflastert, der Beginn des Sommers füllt sich ebenfalls mit Auftritten und auch für den Herbst ist bereits einiges fixiert …

ImageChef.com - Zeitungsüberschrift

Gegrillt und filetiert

3 Mrz

150.000 Fotos und millimeterweise gescannt – davon hat er sicher nicht geträumt … und die Bilder und Details gibt es hier.

Hundert liebliche Jungfrauen

3 Mrz

Nein, nein – nicht mein Vorleben und auch nicht der Wunsch für die nächsten Monate (zumindest nicht öffentlich hier). Das ist einfach aus der neuen Verdi-Szene (Rezitativ, Arie und Cabaletta), an die ich mich gerade heranmache. Zu hören wird’s davon so schnell nichts geben, aber vielleicht kommen ein paar Schmankerln von IHR – mal sehen, was sich ergibt. ;)

Alfin questo corsaro e mio prigione!
Arsa da lui mia reggia,

in questa rocca
col vinto alberga il vincitore!
Audace! fin la Gulnara mia tentò rapirmi!…
Ed ella… oh gelosia!…
Serpe feroce che dagl’occhi avventi freddo tosco nel core!
Oh, quali orribil ore
tu prepari a colui
che dubbia ed ama,
che sospetta ed adora!
Oh va! ti scosta, tormentoso sospetto,
ne m’agitar colle tue furie il petto!

Cento leggiadre vergini
da me chiedeano amore:
io le sprezzai, che palpita
sol per Gulnara il core.
Ma se l’amor che m’agita cercasse ora tradir?
Dammi, o vendetta, i fulmini
per l’empia incenerir.

S’avvicina il tuo momento,
fiera sete di vendetta;
già pensando al suo tormento m’incomincio a vendicar.
E Gulnara!… Se l’inganno in quell’anima s’alletta,
dee, lo giuro, il suo tiranno nell’amante ritrovar.

Arie des Seid aus
Il corsaro von Giuseppe Verdi

Und hier noch die Übersetzung dazu:

Nun ist dieser Korsar mein Gefängnis!
Mein Schloß hat er verbrannt, und jetzt beherbergt
in dieser Festung den Sieger der Besiegte.
O Kühnheit! Selbst Gulnara wollte er mir rauben! …
Und sie … o welche Eifersucht! …
Gefährliche Schlange, die du mit den Augen kaltes Gift ins Herz treibst!
Wie schrecklich die Stunden,
die du jedem bereitest,
der da zweifelt und liebt,
mißtraut und anbetet!
O geh hinweg, quälender Zweifel,
und quäle meine Brust nicht mit deiner Wut!

Hundert liebliche Jungfrauen
umwarben mich mit ihrer Liebe;
Ich wies sie zurück,
denn nur für Gulnara schlägt mein Herz.
Doch sollte die Liebe, die mich bewegt, mich nun verraten?
Gib mir, o Rache, die Blitze,
die Frevlerin zu versengen.

Es naht dein Augenblick,
du stolzer Rachezug;
nur der Gedanke an seine Qualen läßt mich schon Rache fühlen,
Und Gulnara! … Wenn sich der Betrug in ihrer Seele regt, schwör’ ich den Göttern,
daß im Geliebten sie ihren Tyrannen finden wird!


Wie viel jetzt von mir da drinnen steckt? Ich weiß es nicht … sagt Ihr’s. ;)

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