Am Ende des Jahres gibt es immer gute Vorsätze, die man dann aber ohnehin nie einhalten kann. Dieses Mal nicht, habe ich mir gedacht – dann gibt’s auch nichts zu brechen.
Ich wünsch Euch allen einen Guten Rutsch und Alles Gute im Neuen Jahr 2010.
Heute beim Spazierengehen kam mir doch dieser arme kleine Kerl unter, verstoßen in der Kälte, gefallen vom Podest und der Rost wird wohl auch bald seine Flügel befallen … und das so knapp vor dem Jahresende. Aber zu helfen ist ihm leider nicht mehr …

Irgendwann ist es mit der Advent- / Weihnachtszeit vorbei – das merkt man am Besten an den Adventkranzkerzen, die zur Neige gehen … sind nicht mehr viele übrig.

Eine der letzten Bastionen der zivilisierten Welt ist gefallen. Jetzt hat mich die Hi-Tech-Maschinerie also schon beinahe verschlungen. Ja genau, ich bin jetzt mobil. Lange dauert’s nicht mehr …
Das neue Wunderding – ein Nokia 1661 – kann ja beinahe alles. Ok, ich gebe es ja zu – das mit der Kamera ist nicht wirklich vorgesehen, aber sonst? Internetzugang – ähm tja, hätte der etwa dabei sein sollen? Ein Touchscreen – ich probiere mal …. wartet lasst mir Zeit …. gleich, gleich, nur noch einen Augenblick …. hm, das scheint wohl nicht zu funktionieren. Ich sehe mal in der Anleitung nach …. Mist, da steht nichts davon. Naja, Hauptsache man kann telefonieren und seine Telefonnummern endlich immer dabei und aktuell haben. Moment … nochmals kurz in die Anleitung … wie, was? Die Nummern kriege ich nicht heraus auf meinen PC … auch nicht mit Original-Nokia-USB-Datenkabel, das angeblich ein Zubehör für das Ding ist, aber die Sch…-Schnittstelle ist eine verd… AV-Buchse. Naja, man kann ja nicht alles haben, wenn nur nicht nach 3 Sekunden schon immer das Display finster werden würde …
Aber toll, dass es20 Stunden im Standby-Betrieb warten kann, bis keiner anruft, ohne dass ich nachladen muss.
Den Ladestand konnte ich zwar, wie man oben sieht, noch nicht herausfinden, dabei habe ich das Ding ja nun schon mehr als einen Tag, aber irgendwann … aber zumindest einige, die das Ding auch haben, scheinen einigermassen zufrieden zu sein – auf jeden Fall die, die telefonieren oder angerufen werden wollen
Ich sehe schon, bald werden wir dicke Freunde sein …
Diese Frage kann ich Euch beim besten Willen nicht beantworten, aber ich würde es selbst gerne wissen. Mit einem bereits unheimlich anmutenden Gesetz der Serie ist es jedes Jahr am 24. Dezember um diese Zeit soweit.
Falls Ihr aber jetzt wissen wollt, wie es zu „dem da unten“ kam … also am 22. bekam ich doch glatt einen Anruf vom Korrepetitor, dass er die Einheit um eine Stunde vorverlegen möchte. Na gut, ich bin dabei – hatte eigentlich gar nicht mehr daran gedacht, dass überhaupt diese Woche eine stattfinden würde. Dann machten wir noch aus, dass es eine besinnliche Einheit werden sollte und nicht eine Arie mit Mord und Totschlag. War mir ebenfalls recht. Da kam ich auf die Idee, dass ich doch was mitschneiden könnte und lud sogleich die Akkus von meinem Audiorekorder.
Und gestern, am 23. Dezember also, war ich auch schon in der Stunde und wir probten das schöne Stück einmal durch und dann sagte ich „Aufnahme und“ schon ging es los – ein Durchlauf und alles war im Kasten. Während der Zugfahrt nach Hause überlegte ich die optische Aufarbeitung und am Abend konnte auch schon die Umsetzung beginnen, die dann auch noch am selben Tag gelang und fertig war.
Zuvor durfte ich noch Cubase LE installieren, damit ich aus dem MP3 File einen Teil ausschneiden kann, ein bisschen Forum blättern, denn das gute Cubase spukte zunächst Nichts aus außer einer kryptischen Fehlermeldung, dann gab es noch einen Haufen Bilder für das Video gestalten – danke für Text und Hintergrundsbild (dachte ja schon beinahe daran die Noten in das Video einzubauen … gut, dass ich es nicht tat
) – bisschen Photoshopen und MovieMakern und fertig war das Video.
So, jetzt aber genug der Werbung …
Rufus wünscht Euch
Frohe Weihnachten und schöne Feiertage
Übrigens, wenn Ihr den „letzten“ Giebel groß sehen möchtest, dürft Ihr natürlich gerne drauf klicken, aber zuvor ein paar Male den Gesang genießen – bitte … sollte das aber noch am 24. Dezember sein, muss ich Euch schon fragen, was Ihr hier jetzt macht, anstatt mit Euren Lieben Weihnachten zu feiern.
Wer jetzt noch den Text haben möchte, liest einfach weiter.
Cantique de Noël
(Adolphe Adam, 1803-1856)
Minuit, chrétiens, c’est l’heure solennelle,
Où l’Homme-Dieu descendit jusqu’à nous
Pour effacer la tache originelle
Et de Son Père arrêter le courroux.
Le monde entier tressaille d’espérance
En cette nuit qui lui donne un Sauveur.
Peuple à genoux, attends ta délivrance.
Noël, Noël, voici le Rédempteur!
Le Rédempteur a brisé toute entrave:
La terre est libre, et le ciel est ouvert.
Il voit un frère où n’était qu’un esclave,
L’amour unit ceux qu’enchaînait le fer.
Qui lui dira notre reconnaissance,
C’est pour nous tous qu’Il naît, qu’Il souffre et meurt.
Peuple debout! Chante ta délivrance,
Noël, Noël, chantons le Rédempteur!
Übersetzung gibt es natürlich auch – soll ja ein Rundum-Service bleiben …
Mitternacht, Christen, dies ist die feierliche Stunde,
da der Gott-Mensch zu uns herabstieg,
um den Makel der Erbsünde zu tilgen
und den Zorn seines Vaters aufzuhalten.
Die ganze Welt bebt vor Hoffnung
in dieser Nacht, die ihr den Heiland schenkt.
Volk, auf die Knie, erwarte deine Befreiung.
Weihnacht, Weihnacht, hier ist der Erlöser!
Der Erlöser hat jede Fessel gesprengt:
Die Erde ist frei, und der Himmel ist offen.
Er sieht einen Bruder, wo nur ein Sklave war.
Die Liebe vereint die, die das Eisen aneinander kettete.
Wer sagt ihm unsere Dankbarkeit?
Für uns alle ist er geboren, leidet und stirbt er.
Auf, Volk! Besinge deine Befreiung!
Weihnacht, Weihnacht, singen wir dem Erlöser!
Ach wäre sie doch früher da gewesen – dann hätte ich mir einen stressfreien Baum gewünscht, elektronische Wunschkarten, die so tun, wie ich es möchte und vieles, vieles, vieles meeeeeeeeeeeeeehr …

Schnell noch ein letztes Mal anglühen mit der netten Nachbarin und den reizenden Kolleginnen … und dann ab in die besinnliche Stimmung für die Feiertage bevor ich endgültig in den Hibernation Mode verfalle
Nein, natürlich alles nicht wahr. Nichts von wegen Nachbarin und schon gar nicht von Kolleginnen, sondern schön brav Geschenk einsammeln, verpacken, zuhause zusammenräumen, Weihnachtslieder trällern Arien singen. Einen kleinen Umtrunk werde ich heute aber schon noch haben für sFrauli …

Richtig goldig geht es bei denen zu, bei den Engerln – bei mir läuft’s zurzeit irgendwie nicht so engerlhaft. Nachdem ich bis vor einiger Zeit dachte, dass ich am Christtag seit 10 Jahren wieder einmal zuhause bei Weib und Kind in ruhiger Beschaulichkeit verbringen darf, musste ich letzte Woche hören, dass ich doch singen muss darf – Antritt 8 Uhr.
Da aber letzte Woche keine Noten verfügbar waren, sollte ich sie heute bekommen. Nur dass ich heute nicht kommen konnte. So werde ich das schöne Stück – was auch immer und von wem auch immer es ist – erst Vorort bekommen und mich wohl oder Übel im Blattsingen üben.

Keine Spur von Einbrechern, dafür umso mehr Schnee …
Gestern durfte ich allerdings nicht in meiner neckischen Schneemontur vor der Nachbarin auf und ab maschieren. Ob es Beschwerden gegeben hat letzten Winter oder ob es der Nachbarin allzu gut gefallen hat – ich konnte es nicht in Erfahrung bringen
Heute habe ich mich für die zweite Partie trotzdem wieder in gewohntem Outfit raus geschlichen. Fotos gibt’s keine – sFrauli sollte es ja nicht sehen

Der Silencer konnte sich einfach nicht vorstellen, dass man seinen Weihnachtsbaum leer futtern kann – ich schon.
Mach ich ja seit Jahrzehnten. Ihr auch? na eben – dachte ich mir doch.
Jetzt können wir den Guten aber nicht so im Regen Schnee stehen lassen, meine ich und bin gleich los und habe eingekauft wie ein Wilder und siehe da …… sogar sFrauli ist begeistert gewesen von meiner Kaufwut. Jetzt sollte er eigentlich wissen, wie er’s anlegt …
