Ob man dazu sagen kann, hab ich selbst gemacht (so war es jedenfalls gedacht befohlen), weiß ich nicht. Der Text ist nicht von mir, die Musik ebenso wenig, auch nicht der schöne Saal und sehr sicher auch nicht die feine Kombination, die ich trug. Und dann war da noch das spannende Klavierspiel – übrigens auch nicht von mir.
Somit bleibt nur das bisschen Gesang von mir übrig … naja für das Weihnachtsgeschenk nach langer Zeit wieder einmal wird es wohl hoffentlich reichen. Und wenn Ihr schön applaudiert, dann werde ich wohl auch nochmals was nachlegen … beim nächsten Weihnachten.
Ach ja, hier noch der Text, falls ihn wer wirklich nicht versteht (ich habe mich aber schon sehr bemüht
):
Odins Meeresritt
von Carl Loewe (1796-1869)
Meister Oluf, der Schmied auf Helgoland,
Verläßt den Amboß um Mitternacht.
Es heulet der Wind am Meeresstrand,
Da pocht es an seiner Türe mit Macht:
»Heraus, heraus, beschlag’ mir mein Roß,
Ich muß noch weit, und der Tag ist nah!«
Meister Oluf öffnet der Türe Schloß,
Und ein stattlicher Reiter steht vor ihm da.
Schwarz ist sein Panzer, sein Helm und Schild;
An der Hüfte hängt ihm ein breites Schwert.
Sein Rappe schüttelt die Mähne gar wild
Und stampft mit Ungeduld die Erd’!
>Woher so spät? Wohin so schnell?<
»In Norderney kehrt’ ich gestern ein.
Mein Pferd ist rasch, die Nacht ist hell,
Vor der Sonne muß ich in Norwegen sein!«
>Hättet Ihr Flügel, so glaubt’ ich’s gern!<
»Mein Rappe, der läuft wohl mit dem Wind.
Doch bleichet schon da und dort ein Stern,
Drum her mit dem Eisen und mach’ geschwind!«
Meister Oluf nimmt das Eisen zur Hand,
Es ist zu klein, da dehnt es sich aus.
Und wie es wächst um des Hufes Rand,
Da ergreifen den Meister Bang’ und Graus.
Der Reiter sitzt auf, es klirrt sein Schwert:
»Nun, Meister Oluf, gute Nacht!
Wohl hast du beschlagen Odins Pferd;
Ich eile hinüber zur blutigen Schlacht.«
Der Rappe schießt fort über Land und Meer,
Um Odins Haupt erglänzet ein Licht.
Zwölf Adler fliegen hinter ihm her;
Sie fliegen schnell, und erreichen ihn nicht.







