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Die Erste und die Letzte

23 Sep

Noch ist die grausliche Baustelle ja nicht bei uns aufgetaucht – kann ja auch gar nicht sein, denn heute war die Bauverhandlung dazu und da ich noch nie bei so etwas war, bestand der Plan dort hin zu gehen.

Aus der Entfernung war ein paar Minuten vor Beginn ja nur ein einzelnes Auto zu sehen, in dem jemand saß und sonst nichts Außergewöhnliches. Da ich ja noch mein diverses Aufnahme-Equipment zu richten hatte und die geländegängigen Treter überstülpen wollte, war es dann ziemlich am Punkt, als ich am vorgesehenen “Tatort” erschien und zu meiner Überraschung war inzwischen auch schon eine ziemliche Abordnung bekannter und unbekannter Gesichter.

Nun der Bauherr – in dem Fall zugleich auch Chef der ausführenden Baufirma (oder so) – begann also über das Projekt zu referieren, was ihm nur wenige Sätze gelang, denn einer unserer Nachbarn (aber nicht der von der Nachbarin, die wir letztens nackt im Garten beobachtet hatten – vielleicht hat sie mich deswegen heute so eigenartig angesehen :D ) nahm sogleich Fahrt auf und legte ziemlich los um in seinen Fachgebieten rund ums Wasser, die ihm wichtigen Punkte abzuhaken. Später ging’s dann auch noch um diverse Geländeanpassungen, wobei auch um ein paar Zentimeter auf oder ab gefeilscht wurde (ich konnte weder den einzelnen Rechenschritten noch den diversen Geländehöhenablesungen aus den Plänen folgen, obwohl ich mich meiner Meinung nach sowohl der Grundrechnungsarten als auch einer gewissen Lesefähigkeit mächtig fühle). Dieser Feilscherei konnte ich auch gar Nichts abgewinnen – ist mir doch ziemlich egal die neuen Gebäude die Sicht auf die Kirche verstellen oder die Sicht auf die Kirche verstellen.

Bisschen kam mir das alles ziemlich nach Augenauswischerei vor, auch wenn der Bürgermeister immer sehr bürgernah behauptete (auch im 4-Augen-Gespräch), dass unsere Wünsche / Einwände berücksichtigt werden müssen – gibt ja nicht wirklich etwas, das gesetzwidrig ist. Soweit kennt sich diese große Baufirma schon aus.

Die Besprechung wurde dann in die Gemeinde verlegt, wo auch der Beschluss formuliert wurde – das Ende habe ich und die meisten anderen dann nicht mehr abgewartet…und jetzt weiß ich somit auch, wie so eine Bauverhandlung abläuft.


Naja, einiges habe ich auch gelernt, wobei ich noch nicht genau weiß, was ich von den einzelnen Punkten wirklich haben werde:

  • Ein Haus darf nur auf einem Grundstück stehen. Somit mussten die 2 Teilgrundstücke zusammengelegt werden, was aber auch bewirkt, dass mehrere Häuser auf einem Grundstück sein werden und daher auch dieselbe Hausnummern mit angehängten Buchstaben haben werden. Aha.
  • Nicht extra zum Thema, aber die Schenkung unserer Straße soll bereits gelungen sein und es wird nur mehr auf den Grundbuchauszug zu warten sein. Und ich brauche nicht mehr lästig nachfragen – das wäre nämlich demnächst wieder fällig gewesen. ;)
  • Den Bescheid oder Beschluss zur Bauverhandlung erhält nur der, der Einwände gemacht hat. Anscheinend ist es auch schwierig, das einfach bei der Gemeinde kopieren zu versuchen. Sehr gönnerhaft hat sich dann aber der Bauherr angeboten, unserem lästigen Nachbarn ein paar Kopien davon zu schicken, die der dann unter uns verteilen darf. Zum Glück gelang es dann, die Möglichkeit eines per Email verschickten Scans aufzuzeigen.
  • Was dann aber schon sehr interessant war: Es gibt bereits – im Gegensatz zum letzten Wochenende – Schilchersturm und auch vom Winzer unserer Wahl. Gott sei Dank!! :mrgreen:

Dass muss sich einfach ausgehen

22 Sep

Ganz perfekt war der heutige Auftritt bei der ersten und einzigen Probe mit Orchester für die Sonntagsmesse nicht gerade. War ich zu wenig vorbereitet oder einfach nur etwas von der Rolle, weil ich heute ein paar Anrufe und SMS zwecks weiterer Proben erhalten habe? dabei habe ich die zweite Probe heute ja eh schon gestrichen. Langsam geht mein Kalender etwas über:

  • Dienstag: Bauverhandlung, Besuch des Gas-Manns oder der Gas-Frau (schau ma mal ;) ) und eventuell Diskurs mit einem angeblichen Energie-Sachverständigen (oder wie der heißen könnte)
  • Mittwoch: zwei Proben, eine Aufnahme (wovon bzw. zu welchem Zweck auch immer)
  • Donnerstag: (voraussichtlich) eine Probe
  • Freitag: eine Probe, Besuch einer Operettenaufführung mit ca. 160 km Anreise
  • Samstag: Rückfahrt (ca. 160 km klarerweise), Generalprobe für ein Theaterstück
  • Sonntag: eine Messgestaltung, eine Theater-Premiere
  • Montag: eine Probe, eine Aufführung
  • ab Dienstag: wird mir dann bis Freitag etwas fad (obwohl glauben tu ich’s erst, wenn ich’s erlebe

Achja, gearbeitet soll inzwischen natürlich auch noch etwas werden…

Made my day

21 Sep

0650xxxx877Plötzlich schellte heute morgen mein Mobiltelefon – komisch tut es sonst nie.

Ein kurzer Blick auf’s Display – war das etwa SIE? Die Nummer kam mir jedenfalls ansatzweise bekannt vor…

Nach dem Abheben entspann sich jedenfalls ein kurzer netter Dialog:

Io: Hallo, hier ist Rufus.
Eine: Oh, wo bin ich denn hier?
Io: beim Rufus.
Eine: Da ist mir ja ein Mann ins Netz gegangen.
Io: Und schlimm?
Eine: nein, überhaupt nicht.
Entschuldigen sie die Störung – Wiederhören.

Jaja, Wiederhören. Rasch hatte sie aufgelegt – da war keine Verabschiedung mehr drinnen. Wenige Sekunden später ringte es erneut – dieselbe Nummer, wie ich sofort erkannte…

Io: Ja hallo.
Eine: Oh, das ist mir jetzt aber unangenehm – da muss ich wohl eine falsche Nummer haben.
Io: macht doch Nichts, oder?
Eine: nein, sie haben ja eine sehr angenehme Stimme.
Io: na, seh’ns.
Eine: nochmals vielmals um Entschuldigung.

Und wieder weg war sie – warten wir den Tag ab… :D

Die Hoffnung stirbt zuletzt

20 Sep

gebrochener AntriebLetzte Woche hatten wir ja einen guten Start in die Digitalisierungsinitiative (puh, schweres Wort). Für heute/morgen war dann die Fortsetzung bzw. der Abschluss des ersten Schrittes – digital Akquisition des Rohmaterials – geplant.

Ließ sich dann heute Morgen auch recht gut an und nach rund einer Stunde war ein erklecklicher Anteil im Kasten – soll heißen ca. die Hälfte der ausstehenden kleinen Filmbänder. Da war ich schon frohen Mutes, dass wir spätestens morgen mit den restlichen kleinen und den zwei großen Bändern fertig sein sollten.

Doch dann sollte alles etwas anders kommen: plötzlich hörten wir ein etwas eigenartiges Geräusch. Das aktuelle Band wurde auch nicht mehr weiter eingezogen. Schnell abschalten war die Devise, Seitenabdeckung aufklappen und schon war das Dilemma sichtbar – de Anfang des Bandes hatte sich mehrere Male um eine der Transportspulen gewickelt und war nun vollständig blockiert.

Wir versuchten im umgekehrten Modus noch zurück heraus fahren, aber aus dem Projektor-Inneren war nur mehr ein leises mitleiderregendes Röcheln zu hören. Im Zeitalter des Internets der Dinge würde der Apparat vielleicht stattdessen mit einem linken Wanderschuh über dessen und sein eigenes Leid zu plaudern beginnen.

Also begannen wir die Kiste zu zerlegen – gar nicht einfach an manchen Stellen, aber wir kamen zuerst nicht dahinter, was denn das Problem war, bis ich plötzlich etwas gelbes schimmern sah. O weh –  eine Schelle zur Übertragung des Motorantriebs auf die beiden Antriebszahnräder der Spulen war wohl geborsten. Zuerst eine Hälfte nur schwer zu erkennen, dann die andere schier unauffindbar, schließlich beide Trümmer schwierig aus dem Gehäuse zu fischen – naja, soll ja nicht alles immer von selbst gehen.

Dazwischen hatten wir die Hoffnung schon etwas aufgegeben – ich weiß, normal wird nur ein Brief… – und wir hatten uns schon mit der Inanspruchnahme eines sündteuren Digitalisierers abgefunden (das restliche Material wäre etwa bei 300 Euro). Dann kamen aber doch noch andere Ideen auf: Freunde und Bekannte fragen, ob jemand einen Projektor hat, den kaputten Teil im Projektor kleben – muss ja nicht optimal sein, sondern lediglich ein paar Stunden funktionieren – oder vielleicht doch einen Projektor kaufen oder mieten. Den Gekauften kann man danach ja vielleicht wieder verkaufen…

V00doo

19 Sep

WC Licht

Kaum rede ich mit jemand über Leuchten im Wohnraum, wonach sie ausgesucht werden (von mir) und dass die Auswahl auch Rücksicht auf die zum Einsatz kommenden Leuchtmittel speziell auch der Wechsel selbiger und einen Tag später ist auch genau dieser Leuchtkörper hinüber.

Wieder einmal stellte sich der Wechsel als einigermaßen aufwendig heraus, aber es hätte eindeutig schlimmer kommen können und hauptsächlich freue ich mich, wenn ich am Örtchen mal nicht in der Muschel tauchen oder im Spülkasten herumspielen darf… :mrgreen:

Trennung

18 Sep

Heute geht’s also um die Trennung in Schottland – bei England bleiben oder nicht. Wurde ja in allen Medien auf und ab zerlegt und diskutiert. Dabei wird sich ja nicht viel ändern – sie haben weiterhin dieselbe Sprache, sie werden weiterhin falsch fahren und wenn sie einen Bescheid vom Finanzamt oder so erhalten, wird ein “neues” Logo in der Ecke des jeweiligen Zettels picken. Also nicht viel, worüber man sich dermaßen aufregen müsste.

Aber hier bei mir da gibt’s jetzt auch so eine Art Trennung. Mein Viali geht selbständig seinen Fahrausweis holen, gibt mir kein Bussi mehr beim Aussteigen aus der Tram – das ist wirklich nicht mehr cool (man könnte ja dabei beobachtet werden) – ein ganz verstohlenes Winken ist das Maximum, das ich da noch erhaschen kann und selbst am Abend ist ein Gute-Nacht-Bussi auch nicht mehr so erstrebenswert. Lumpi wird auch nicht mehr als besonders bevorzugter Name akzeptiert, sondern maximal noch ignoriert.

Was die Schotten also jammern – Lumpi ade…es wird nie mehr so werden, wie es war.

184h und 58m

17 Sep

184hHeißt das nun etwa wirklich – wie von einer vermutet – dass sich der Akku in knapp 185 Stunden verabschieden wird oder doch, dass die verbleibenden 70% mehr als einen Personenmonat halten werden und deutet somit zur Mitte des Monats doch noch auf sehr viel Arbeit hin, die in nächster Zeit zu erledigen sein wird.

Vermutlich wohl eher zweites. Mittlerweile hat sich der Akku glücklicherweise ja wieder beruhigt und ein paar Hakerln hat’s heute auch schon wieder gegeben, aber die Liste ist noch lange und manche Einträge können sich ganz schön als Arbeit entpuppen.

Macht aber alles Nichts, wenn nicht gerade ein SMS der Theatertante gekommen wäre, die für kommenden Montag zu einer Theaterprobe “einlädt” (= kommandiert). Naja, werde ihr wohl absagen müssen – das wäre bereits die dritte Probe an dem Tag und andere sind mir doch wichtiger…

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