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Welch ein Drama

15 Apr

Manchmal ist es schon schade, wenn man wo nicht dabei sein kann… :mrgreen:

Jack Nicholson

4 Jul

Tja, wer kennt ihn nicht – diesen großartigen Schauspieler (erstaunlich, hat gar keine eigene Website). Habe mir einen seiner Filme zum Motto meines heutigen Auftrittes gemacht. Aber nochmals von vorne.

Bereits mit dem Einsingen habe ich verspürt, dass es heute einfach ganz wunderbar gehen wird. Nur ein paar schwierige Phrasen probiert – gingen ganz locker aus der Kehle. Dann waren noch gut 1,5 h Zeit bis der Abend begonnen hat und vor mir auch noch einige Stücke.

Beim Betreten des Saals dann schon eine gespannte Atmosphäre – naja, die Besucher haben ja das Programm in der Hand und was lesen sie da? Franz Schubert, Erlkönig. Ein Stück, das (fast) jedem zumindest ein Begriff ist und das viele auch wirklich kennen. Das Vorspiel beginnt und ich wild (passt auch zum Lied, hehe) entschlossen, das Letzte aus mir (und aus dem Lied :) ) herauszuholen. Und so war’s dann auch. Es ist einfach vorzüglich gegangen – ein kleines Drama mit 3 Personen und Erzähler und ich ganz locker von einer Person zur nächsten gewechselt (denke 2 weitere hätte ich noch leicht geschafft an diesem Abend - muss mich mal umschauen, ob es nicht vielleicht irgendwo so ein Stück gibt ;) ). Der Applaus danach, nahezu nicht enden wollend – musste mehr als ein Mal zurück auf die Bühne.

Danach ging’s weiter im Abend – wieder einige schöne Stücke meiner netten (hübschen) Kolleginnen. Ja diesmal war ich sozusagen der Hahn im Korb – einige Soprane und Mezzos und ich der einzige männliche Sänger (diesmal sogar als richtiger Darsteller, aber dazu vielleicht noch später).

Also, wie gesagt einige Stücke aus Lied und Oper später, bin wieder ich an der Reihe: diesmal andere Szene – ein schottisches Schloss und der wilde Tyrann Macbeth sinniert nach einem aufwühlenden Recitativo in einer mitreißenden Arie über den Fortgang seines Lebens (Perfidi, all’ anglo, contro me v’unite … Pieta, rispetto, onore; von Giuseppe Verdi). Yup, genau das habe ich dann auch gemacht – ohne Rücksicht auf Verluste. Tja, wie heißt’s: viel risk echt fun. Im Gegensatz zur letzten Prüfung diesmal wirklich einmalig im besten Sinn – habe das Stück zu jeder Sekunde beherrscht und nicht umgekehrt. Als es dann zu Ende war, tosender Applaus und laute Bravo Rufe. Auch diesmal wieder, runter von der Bühne, rauf, runter …

Nach dem Konzert gab’s dann natürlich auch direkt was von den Leuten – hier ein paar Auszüge (hehe, will ja auch noch fertig werden, mit dem Schreiben):

  • “… Klasse, ein Gesamtkunstwerk …”
  • “… kommt da der nächste tolle Opernsänger?”
  • “… großartig, habe noch nie so einen Erlkönig gehört …”
  • “… einfach super, der Gesang und die Darstellung …”
  • “… toll, das habe ich mir nicht erwartet, dass es so eine Steigerung geben wird - das waren ja 200% gegenüber der Probe…” (beim Einsingen war Georgien noch der Meinung, dass es schon sehr super wird, wenn zumindest 80% von den Proben erreicht werden)
  • “… ich habe schon die letzten Abend, noch beim früheren Lehrer, gehört, aber DAS war eine Steigerung …”
  • “… wieso hast Du nur 2 und nicht mehr Stücke gesungen?”
  • “… ich bin schon gespannt, was da noch Alles kommen wird – nur weiter so …”

Und die feinen Kommentare sind dann auch noch danach, bei der “Premierenfeier”, weitergegangen (hätte vielleicht mit aufnehmen sollen, was die Leute so gesagt haben – muss ich mir für’s nächste Mal merken). Man kann sagen, ein perfekter Abend (wer nicht war – selber schuld, würde ich sagen). Apropos aufnehmen: irgendjemand hat das auch tatsächlich gemacht und vielleicht komme ich noch zu der Aufnahme – könnte sie ja dann später zur Verfügung stellen, falls das wer möchte :) .

Ach ja, der Titel des Films von Jack – ist jetzt beinahe etwas untergegangen: As Good As It Gets – oder wie man bei uns sagt:

Besser geht’s nicht.

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