Was bleibt ist die Erinnerung

Geht ein bravER Ehemann zum Dougi, weil … genau, weil er den Auftrag dazu hat. Quasi den Auftrag sozusagen.

Beginnt also dort sich mit einer Verkäuferin einzulassen – in der Erinnerung natürlich eine bildhübsche Erscheinung. Aber wenn ER genau nachdenkt, hat ER doch die Falten gezählt – naja, ist auch nicht so wichtig.

Möchte ER also diesen Flakon mit dem Zerstäuber kaufen und da werden ihm auch schon die Schönsten gezeigt, die ER jemals gesehen hat. Wunderbare Dinger, die ihm da entgegen wachsen (Zerstäuber meine ich natürlich 🙂 ) – ihm die Augen nur so übergehen ……… UND ER gleich einen Goldenen mit hübschen Steinchen ins Auge gefasst. Mei hat das geglitzert und dann beginnt ER zu fragen, ob’s, tja, ob’s denn dazu auch die Ingredienzien gibt. Natüüüüüüüüürlich gibt’s die – nur leider fix verpackt, also nix mit einfach umfüllen oder so, sagt die Hübsche.

Naja, macht nix, denkt ER sich. Da wittert SIE bereits die Chance auf den nächsten großen Deal – das berechnende Luder – ein kleiner goldener Trichter uuuuuuuuund wie der glitzert. Naja, da ja angeblich nur der alte Zerstäuber im Eck, wird’s den Trichter wohl nicht geben – Einsparungsmaßnahme 🙂 .

Dann fragt ER WIEDER, wie’s denn mit den Ingredienzien aussieht. Na klar – sind ja auch schon 30 Sekunden her und der Anblick und die Düfte ihn ja schon ganz benebelt haben. SIE verdreht a bisserl die Augen (diese Augen …), aber immer schön freundlich und ER fragt: „Ja was kann man denn da machen?“ Natürlich hat SIE gleich eine Lösung, die Durchtriebene. Man kann auch die Fertigen nehmen, die mit Zerstäuber und dann einfach in das kleine Trichterlein „pft pft pft pft pft pft pft pft“ und fertig ist’s.

Denkt ER sich naja fein, aber stellt leider noch die Frage, wie lang das denn dauern wird. SIE ganz optimistisch (sonst verkauft man nichts): „naja, 2 Minuten bis voll ist oder so oder ausreichend“. Mhm – fein.

Die Szenerie wechselt etwas, denn nun muss ja der richtige Duft erst noch gesucht werden, aber ER ist auch schlau – hat einfach die Düfte von zuhause mitgenommen. Na nicht richtig eingesteckt – nur auf Papier: Tresor oder so und Blue Star von Tomy. Oje, sie die Nase rümpft (ich glaube mittlerweile auch, dass das True Star heißt – mit Blue Star kriegt man das Bad schön hin, aber wirklich so was von schön). Naja, ER halt aufzählt, was sie (nicht die Verkäuferin) so zu bieten hat, um was Kompatibles aufzutreiben, sonst gibt’s ein Problem (am Sonntag).

Die Hübsche (immer noch getrübter Blick, aber das passiert ihm laufend in diesen Dougis und Intimissimis oder wie die alle heißen) also beginnt kompatibles Material aufzutreiben auf kleinen Streiferln. An die Sorten ER sich gar nicht mehr so erinnert, und ruckizucki SEIN Naserl (das Hübsche) gleich heftigst durcheinanderkommt, weil ihm die Düfte ja ohnehin ziemlich Blunz’n sind.

Da beschließt ER eine Änderung der Strategie, DENNNNNNNNN SIE wird schon wissen, welche Düfte da passen könnten. Neuer Plan: die Verpackung (das Flascherl also) muss was hergeben. Grüb’l grüb’l und studier’ (vielleicht gemma gleich zu dir – oder so ähnlich hat es bei der EAV einmal geheißen). ER sich dann leider wieder nicht entscheiden kann, ABER, ja aber SIE ein magisches Wort erwähnt, der echte Armani (ach das gibt’s nur bei Bildern, glaub’ ich) ist NEU. Ja, ja, ja, ja, ja was Neues wird genommen – warum nicht gleich?

SIE mit ihm zur Kasse geht und da stehen auch schon zwei neue, diesmal wirklich junge Feen (hätten die ihn nicht gleich von Anfang an betreuen können). Eine an der Kasse und Eine zum Einpacken (soll heißen, sie packt ein und nicht zum Mitnehmen 😆 ). Also ER beginnt zu zahlen, läuft gut und damit meint ER, dass es gelaufen ist. DENKSTE!

Plötzlich sich die miese Alte (tja, beim Anblick der beiden jungen Häschen Damen wollt‘ sagen relativiert sich das dann offensichtlich schon) wieder anpirscht – anders kann man es wohl nicht nennen UND ein Geschenk bringt SIE, weil beim Neuen ja so etwas dabei sei. ER jetzt bereits mit 3 shakern muss, aber gelungen ist – bringt doch glatt die Alte dazu, ihm auch zwei Geschenke zu holen – 2 Düfte.

Doch dann in einem kurzen Augenblick zurück in der Besinnung, fragt ER, ob man denn den „Duft“ auch umtauschen kann, wenn er gar falsch duftet (seine Gedanken meinen mieft)? KEIN PROBLEM KEIN PROBLEM KEIN PROBLEM!!! Wird da schnell behauptet – echter Service eben. SIE (die Alte) bereits wieder wegschlürft und mit einem kleinen Röhrchen wieder antanzt, das SIE schnell befüllt zu haben scheint. Das Röhrchen wird nun auch noch von der, die zum Einpacken (wiederum zur Erinnerung: sie führt die Tätigkeit aus) da ist, auf das Packerl geheftet.

ER weiterhin benebelt, bedankt sich artig, verdreht ihnen die Augen und verlässt den Dougi.

Doch plötzlich ein lauter ruf: HALT!!! ER sich umdreht und wieder hineinschaut – da sind sie noch, die Hübschen (und die andere) und meinen wirklich ihn (ER sich gleich was denkt – was schreiben wir hier aber nicht). Die junge Hübsche ihm den Flakon zeigt. Den haben sie doch glatt vergessen einzupacken (ist aber nicht seine Schuld, meinen wir), was aber nachgeholt wird und ER endlich glücklich davon traben kann.*

* Warum dies der erste Eintrag hier ist und doch nicht der Erste. :mrgreen:

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12 Antworten zu Was bleibt ist die Erinnerung

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  2. the rufus schreibt:

    Ok – das Original ist es natürlich nicht mehr ganz. Hat schon ein(e) LektorIn in der Hand gehabt.

  3. lamiacucina schreibt:

    ich werd mal hier anfangen, und im Hintergrund Alfredo Kraus singen lassen…

  4. the rufus schreibt:

    Nur zu. Lass‘ ihn erschallen- so laut, dass er zu mir klingt. So ein feinfühliger Sänger – sehe schon, werde mich bei dir noch etwas umsehen müssen 😀

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