Fête Blanche

Habe neulich im Internet eine der Sagen des klassischen Altertums gelesen – zumindest so ausschnittweise. Nicht irgendeine Sage, sondern eines der großen Epen – Ilias oder Aenaeis oder so … naja, wird mir schon wieder einfallen. Hat mir echt gefallen, war glaube ich von Homer, nicht Simpson, der andere. Ich probier’s jetzt einmal – vielleicht krieg’ ich’s zumindest ähnlich hin. Schlimmstenfalls wird’s ein bisserl moderner:

Also der Held unserer Geschichte – den Namen (von beiden) wissen wir leider nicht mehr so ganz genau – war ziemlich lange unterwegs. Weil die Sonne aber gnadenlos herunterbrannte und unser Held ein extraschlaues Kerlchen war, hat er sich die meiste Zeit über im Schatten aufgehalten. Das war auch der Hauptgrund, warum er vorwiegend weiß war. Natürlich gelang es ihm nicht immer, sich sozusagen unter Tags zu bewegen – hin und wieder musste er übersetzen und dann kam gleich die Sonne und bohrte sich in die feinen Pörchen seiner Haut – wer kennt das nicht 🙂 ?

Bei irgendeiner Ausfahrt muss er sich dann wohl geirrt haben oder ist er eben nur bei der kühlen Blonden nicht so recht angekommen. Auch von ihr wissen wir nichts Näheres mehr. Ergebnis dieses Missgeschicks – ein kleiner Abstecher in die Wüste (oje, noch heißer 😦 ). Wenn man’s so recht bedenkt, wird es wohl hier gewesen sein, wo das sonst makellose Weiß seiner Haut von ein paar Sonnenfleckerln getrübt wurde – kann man aber sicher wieder hinkriegen (Aftersun empfiehlt sich 😉 ).

Ist er also in der Wüste gelandet und nach einigen weiteren Irrfahrten – er wird eigentlich schon erwartet – kam er an eine Bar (selten in der Wüste, aber unser Held war zu einem gewissen Grad ein Glückskind 😉 ). An der Bar wollte er natürlich sofort was bestellen – klar, wer tät’ das nicht? Ist nämlich sonst ziemlich trocken in der Wüste.

Ein Problem: keiner dort wollte ihn so recht verstehen und weil auch ein paar ganz üble Burschen mit dabei waren – an der Bar, wurde er von diesen sogleich gepackt und geschüttelt, was das Zeug hielt – zuerst hinunter und dann wieder hinauf … doch, plötzlich sprudelte es aus ihm nur so heraus – Wörter …… ganze Sätze …… richtige Romane – da muss ihm wohl ein Licht auf- oder ausgegangen sein.

Wie er so seine Wünsche äußern konnte, lief plötzlich alles wie geschmiert. Schließlich kam sogar eine braungebrannte Südseeschönheit – eingehüllt ganz in weiß – auf ihn zu und sie sanken einander in die Arme ……. und sie feierten ihre wilde zügellose Fête Blanche.

Ha, just in dem Augenblick fällt mir auch das ursprüngliche Epos wieder ein: nicht die Ilias von Homer oder die Aenaeis von Vergil, sondern die berühmte Odyssee habe ich gelesen – mit ihrem Helden, dem sagenhaften Odysseus.

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