Ein echt „toller“ Abend

Bin gestern nach der Arbeit direkt zu den Schwiegereltern, denn dort war auch die andere Rasselbande – war ja schließlich das Geburtstagsessen für den Schwager. Mmmmh, war ganz vorzüglich das Essen – Schwiegermuter weiß einfach was ich will und wie. Gutes Essen, angenehme Getränke, nette Unterhaltung auch mit der Schwägerin in spe (naja, ich vermute eigentlich eher nicht, aber das ist eine andere Geschichte 🙂 ).

Der Beginn des Abends war also angetan, die deutlich überdimensionierte Schrecksekunde der letzten Zeit  in die Schranken zu weisen, wenn, hmm, wenn nicht eine kleine Diskussion entstanden wäre über die Zukunft meines Schwagers und ob er nicht vielleicht doch Lehrer werden sollte, weil das würde sich besser mit dem gesteigerten Bedürfnis zu singen vereinbaren, als seine jetzige Arbeit. BOING – so eine richtige Diskussion über die Zukunftsplanung, dabei ist er noch relativ jung, hat keine richtige Familie, keinen „schwer verrückbaren“ Wohnsitz und erst wenige Monate seinen Job, sodass sich  Veränderungen eigentlich noch nicht so gravierend auswirken. Tja und da entsteht also diese Diskussion, als ob das augenblicklich soo gravierende Entscheidungen wären – BOOOIIIIING!!! Schrecksekunde prolongiert – kann man nichts machen.

Hm, weniger erfreulich,  aber nicht genug damit – es kam dann noch dicker. Sind ja üblicherweise sehr nette Leute, meine „Verwandtschaft“, bis was getrunken wird (Dr. Jekyll & Mr. Hyde sozusagen :mrgreen: ) und über alte Geschichten gesprochen (die ich jetzt sogar schon zum wiederholten Male anhören durfte) wird. Also der Abend entwickelte sich für mich so langsam zur Katastrophe – mal etwas unfein gesagt, so verschießen, war schon sehr sehr lange kein Abend mehr. Sind mir ziemlich auf den Wecker gegangen sFrauli, ihr Bruder und und und. Ok, an diesem Abend war ich also nur der Fahrer – auch recht.

Gegen Mitternacht war’s dann vorbei – ich erlöst – und wir haben uns auf den (zumindest für mich 🙂 ) schon lange verdienten Heimweg gemacht. Also nur mehr ein paar Minuten nach Hause fahren und dann in’s Bett fallen und abhaken den Abend, was soll’s.

Doch halt – wenn’s einmal schlecht läuft, dann läuft’s wirklich schlecht. Unterwegs sind wir nämlich von der Polizei aufgehalten worden. Tja, für meinen Führerschein hat eigentlich nie Gefahr bestanden – hab‘ ja keinen mit gehabt (Dank an sFrauli 😦 ). Irgendwie habe ich über das Thema recht schnell drüber geredet (so etwas gelingt mir ganz gut in letzter Zeit 😉 ) und es war vom Tisch – keine Kontrolle.

Aber der eigentliche Grund der Anhaltung, war, dass wir nicht genug Licht eingeschalten hatten. Wir? – ich natürlich. War somit ein neues Thema für Diskurs eröffnet – ich aber erstaunlich ruhig geblieben. Es hat sich recht schnell herausgestellt, dass wir vorne KEIN Abblendlicht hatten, nur die Begrenzungsfutzerln. Da begann das Suchen. Wo sind die Sicherungen? Welche von den vielen ist es? Ist sie noch ganz? Aber mit den Sicherungen hat alles gepasst. Nächste Suche: wie sieht’s mit den Glühbirnen aus? Wo… eh schon wissen. Es stellte sich auch da heraus, dass Alles passte. Das waren dann auch schon die Lichtblicke des Abends, zwei hübsche (wollt‘ sagen nette) Polizistinnen (blond und brünett 😆 ) – eine hat sich beinahe sogar richtig als Mechanikerin entpuppt, aber auch der andere Polizist war sehr nett und hilfsbereit. Muss ganz ehrlich sagen: DIE POLIZEI, DEIN FREUND UND HELFER, das kann ich nach diesem Abend echt unterschreiben.

Licht hatten wir trotzdem keines bzw. sehr wenig, aber warum wir weiterfahren durften? Weiß es noch immer nicht – wahrscheinlich Mitleid mit unseren 2 kleinen Kindern, die übrigens sehr geteilter Meinung über das Zusammentreffen mit der Polizei waren.

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