Künstler?

Lebenskünstler? Überlebenskünstler? – Weder noch ……. äh, noch. Oder doch?

In letzter Zeit waren etwas viele Anschläge der unterschiedlichsten Benutzer auf meine Wenigkeit. Aus jeder Ecke kommen sie hervor und wünschen sich etwas. Aber nicht, dass das nach dem Büro aufhört. Ah, woher.

Heute war wieder so ein Nachmittag, an dem man(n) sozusagen nach Lust und Laune über mich verfügen konnte. Eigentlich war ja schon Alles fertig. Eigentlich.

Mache ich also das klitzekleine Word-Dokumentchen auf, hm dauert etwas. Naja Windows 98 ist ja bekanntlich nicht das Schnellste, besonders wenn man es auf einer uralten Krücke anstartet. Und dann habe ich ES schon gesehen – ein grässliches Ungetüm von verschwommenem Kerzenleuchter, buhuhuh – schaurig. Das man so etwas als Programmheft herausgibt.

Kein Problem, dachte ich zuerst. Das Kerzerlinferno, das ich gestern in der Nacht noch schnell zusammen gestopft habe, ist da auf jeden Fall einige Nummern besser. Also her mit dem File und rein in das Dokument. Ok – ein Querformat für eine hochformatige Seite ist nicht das wahre, aber das ist halt das Ausgangsmaterial, das zur Verfügung stand und so soll es sein. Wenn, ja wenn da nicht von der Seite käme: „na dann geben wir einfach mehrere übereinander hinein“. O.o da sträuben sich die kleinen Härchen am Hinterkopf – und mit ihnen habe ich mich gesträubt (eine Zeit lang). Da muss man nicht einmal hinsehen, um zu erkennen, dass das Muster 3x wiederholt wird.

War dann aber nicht so schlimm, denn ich musste das Bild ohnehin gerade richten – kann ja nicht sein, dass es durch leichte Schräglage deutlich spannender wäre. Aber keine Tools dafür da. Oder doch? Klar ein Corel Photopaint aus der Steinzeit, zumindest deutlich vor 2000. Drehen war da ja gerade noch, aber dann einen Ausschnitt bestimmen. Ich kenne ja einige Programme und gehe auch mit Hilfen recht geschickt um (denke ich 🙂 ), aber das war schlichtweg unbedienbar. Habe einige Zeit hin und her probiert, nichts, njet, niente …

Inzwischen kamen bereits die Kommentare „es wird wohl am einfachsten sein, wenn Du nochmals fotografieren gehst – brauch ma nur die Kerzerln anzünden und …“. Horrorvision, wieder einen Nachmittag verschw….. (den Superlativ zu diesem Wort mit ’s‘ gibt’s hier nicht 😉 ).

Also habe ich mich damit abgefunden, dass ich vermutlich der erste Mensch bin, der Word als Bildbearbeitungssoftware benutzt :mrgreen: . Zuschneiden, verschieben … alles was Word in dieser frühen Version (97 oder so) bietet, habe ich gnadenlos ausgenutzt – vielleicht doch Überlebenskünstler (im übertragenen Sinn). Bin schon gespannt, wie das im Druck  denn aussehen wird – bekomme sicher ein Exemplar für meine Mühen.

Die „Kleinigkeiten“ zum drüberstreuen waren dann falscher Wochentag zum Termin der Veranstaltung, falsches Jahr (oha) und ein Absatz, der textlich total daneben war: ein Satz ohne Anfang, ein Satz ohne Mittelteil und nach genauerem Vergleich mit einem Originaltext ein Satz ohne Alles (ja das gibt’s 😆 ).

Dieser Beitrag wurde unter Chor, Programmheft, Schreck, Schweigen, Sekunde, staunen, Word, wundern veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Künstler?

  1. kalesco schreibt:

    Hm, die Tücken des (IT-) Alltags.

    Ein Satz ohne alles? So wie der hier:
    .

    ?

  2. the rufus schreibt:

    Ein Satz ohne alles hat keinen ‚.‘, sonst wär’s nicht ein Satz ohne alles 😆 .

  3. kalesco schreibt:

    schweigen?! wie definiert sich dann ein Satz wenn das reinfallen kann?

  4. the rufus schreibt:

    Sehr gut erkannt – nicht geschriebene / gesagte Sätze entsprechen Schweigen.

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