Bariton kann man nicht lernen**

Sauna-Monolog XXI… aber auch nicht genug kriegen. Zwei Schwerenöter an einem Tisch: Falstaff und Giovanni (Don Giovanni – heute sichtlich gerührt, nicht geschüttelt).

Dieses Thema ist mir neulich zugeflogen und ich trage es nun mit mir in die Hölle*, wo mir dann auch durch den Kopf geisterte, wie es da denn zugegangen sein kann. Die zwei oben waren nämlich vermutlich nicht die einzigen an der Tafel.

Die Helden unserer Runde heute sind nämlich aus vier Lagern – aber „lest“ selbst (wiewohl das schon eine problematische Aufteilung sein kann).

Die Väter

  • Guilleaume Tell (mit seiner Armbrust)
  • Rigoletto (mit einem kleinen Kasperl)
  • Wotan (statt mit Blitz und Donner ist der mit ein paar Blondinen unterwegs zum Leidwesen seiner Frau, hehe)
  • der alte Miller (mit den Kabalen)
  • Giorgio Germont (der’s ja soo schwer hat mit seinem schlimmen Söhnchen)

Die Jungspunde

  • Rodrigo (aus Don Carlos)
  • Valentin (kommt zwischen die Fronten, was ihm letztendlich nicht bekommt)
  • Papageno (der hat – zumindest – einen Vogel)
  • Eugen Onegin (oder wie mache ich’s falsch)

Die Guten

  • Hans Sachs (Schuster, bleib‘ bei deinem Leisten stimmt eigentlich gar nicht so, wenn ich’s mir recht überlege dann hat er noch einen netten Geburtstag 😆 )
  • Figaro (der allen an die Bärte will, außer den Damen 😉 )
  • Falstaff (warum der in dieser Sektion ist? na, wegen seinem Gourmet Führer natürlich 🙂 )
  • Escamillo (in Wirklichkeit passt der einfach hier her und er wird auch nie die Wege von Wotan kreuzen, denn er mag die rothaarigen Zigeunerinnen)
  • Doktor Faust (gut oder nicht, das ist hier die Frage – oder war das wo anders? 😉 )

Die Bösen

  • Jago (er gehört nicht zu den Bösen, er ist einfach das Böse – deswegen wohl auch ein aboluter Favorite für mich und darum muss er mir demnächst auch eine seiner Nummern überlassen)
  • Don Giovanni (wie heißt es ganz oben? die 2 Schwerenöter … das trifft’s wirklich! Ob man deswegen ein Böser ist? er ist’s jedenfalls, denke ich)
  • Macbeth (böse ist nicht, wer böse denkt, sonder wer eine böse Frau hat und DIE ist es echt)
  • Alberich (wer knapp 16 Stunden lang böse ist, der ist es auch im richtigen Leben)
  • Hagen (das Drehbuch verhindert, dass er ebenfalls 4 Opern lang böse ist, aber so – ein bisserl als Sippenhaftung – schließt er sich natürlich Alberich an)
  • Marquis (aus Chamonix – wie er zur Linda ist, weiß ich nicht – aber ganz nett nicht, deswegen kommt er vorsichtshalber in diese unterste Schublade 😀 )
  • Alfio (wer jemanden umbringt, darf wohl hier bleiben 😆 )
  • LindorfCoppéliusDapertuttoDr. Miracle (es gab mal „Die Zwei“ mit Roger Moore und Tony Curtis – das waren Gute, aber DIE 4 sind wohl Böse, darum werden sie von mir auch weiter beachtet)
  • Wozzeck (hat es nicht geschafft die Opfer-Täter Diskussion für sich zurecht zu biegen)
  • Tonio (auch er gehört in gewisser Weise hier her und da es ohne ihn keinen Prolog gäbe, ist er auch gerne gesehen 😀 )
Hm, also das Telefonbuch hätten wir jetzt durch 🙂 die kamen mir alle so in den Sinn (in wenigen Minuten). Jetzt dann noch die ganze Abendunterhaltung einer solchen Tafelrunde zu erzählen würde zu einem Riesenbuch ausarten.

Und das war dann auch das Stichwort – Tafelrund.  Zum Glück kam mir nämlich dann im zweiten Saunagang die – damals noch – glorreiche Idee, eine Tafelrunde im Photoshop zu kreieren, aber das war nicht der einzige Gedanke dazu. Die Tierkreiszeichen und ihre Verteilung am Sternenhimmel sprang mich gleich als nächstes an. Joi, joi, joi …

Beide Ideen waren ja ganz schön, aber optimal wären in beiden Fällen halt genau 12 und nicht etwa 17 und nicht 20 oder noch mehr. Aber das habe ich eben erst gemerkt und das bringt mich nun erneut in’s Schwitzen.

Aber so passiert’s nun mal in der Sauna, dort entsteht Arbeit, Arbeit, Arbeit. Werde das aber schon wieder weg kriegen, obwohl mir fällt gerade ein, wie schön man manche Operntitel illustrieren könnte – z.B. Casanova in der Schweiz von Paul Burkhard. Meine Opernführer sind da recht umfangreich und ich hätte schon einiges entdeckt – ob da wieder mal eine Serie anfällt? Oder wäre es eine andere Form?

Ob mir auch Rollen von oben gefielen? Naja, wer nicht farbenblind ist, kann ja mit raten.

*hier gefunden
** aber Bariton Rollen

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5 Antworten zu Bariton kann man nicht lernen**

  1. lamiacucina schreibt:

    an den Tisch der Bösen werd ich mich nicht hinsetzen, da wird nichts aufgetragen, lohnt sich ja nicht bei deren Überlebensrate. Ich setz mich lieber zu den Guten, unter denen ich den eingebildeten Brillantineheld Belcore leider vermisse. Abers sonst trifft die Farbgebung genau zu.

  2. the rufus schreibt:

    Belcore verdränge ich immer etwas – sein „Bekannter“ Dulcamara hat immer einen feinen Bordeaux dabei.

    Aber wenn die Auswahl sonst passt, würde mich brennend interessieren, wie’s in dieser Küche zu geht 🙂

  3. lamiacucina schreibt:

    Opernhelden muss man immer nach verstecktem Ess-genuss-potential beurteilen. Bei den Guten isst es sich einfach besser. Die andern zerfressen sich vor Neid oder sonstwas und werden dann erdolcht oder auch sonstwas.

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