Die Russen kommen

Da leider Einiges in Vergessenheit geraten ist, kann man manches erst später vorlesen nachlesen.

weder Schlägerei noch übermäßiger Alkoholkonsum, zumindest nicht beides ... zu bewundern im Püro oder sonst woGanz genau habe ich es ja nie genommen mit der Geografie. Jedenfalls hat die georgische Rufus-Betreuungs-Damen-Gruppe ihr Kontingent verdoppelt ❗

Ah, manche fragen sich jetzt vielleicht, wieso dieses Bild? Jedenfalls kein Raufhandel mit der russischen Mafia.

Nun, das ist eigentlich eine etwas längere Geschichte, aber ich will es kurz machen. Ich war bei einem Hauskonzert bei IHR eingeladen, aber nicht geruhsam zuhören und genießen. Selber singen war die Devise.

Gut, kein Problem. Mein erstes Stück war zum Aufwärmen – als ob das notwendig gewesen wäre – die Champagnerarie aus Don Giovanni (von Mozart). Bereits nach diesem ersten Hors d’œuvre waren die anwesenden Zuhörer hin und weg – sprich in meiner Hand.

Nach einem Stück Verschnaufpause war dann das Flohlied (von Mussorgsky) an der Reihe. Die Zuhörer mutierten auch noch zu Zusehern und meine Darbietung brachte den Saal so richtig zum Kochen. Das ist auch das Stichwort – und so ging es dann auch in die Pause zu Buffett und Borscht (SIE hatte gekocht).

Nach zu viel Essen und einigen Getränken, brach dann plötzlich der zweite Teil an und ich gleich zu Beginn. Habe mich an „If I can’t love her“ aus dem Musical „Der Schöne und das Biest“ (von Menken) heran gewagt und behaupte jetzt mal, mich doch deutlich vom – noch besten Interpreten meiner kleinen Recherche zum Thema -abgesetzt zu haben.

Nach einigen weiteren Stücken und zwischenzeitlichem Smalltalk, war dann nochmals kleinerer Aufruhr – ich sollte noch etwas singen, hatte aber – da so ausgemacht – nichts mehr mit. Also durfte ich in einem Arienband blättern und mir etwas aussuchen, was ich zum Besten geben wollte. Habe dann beschlossen, etwas aus der letzten Zeit wieder aufzuwärmen – „Eri tu che macchiavi quell’anima“ aus dem Maskenball (von Verdi).

Nun, die Pianistin wollte sich aus dem Stegreif darauf nicht einlassen, was ich mit der Arie „Cortiagiani vil razza dannata“ aus Rigoletto (von Verdi) beantwortete.

Der Erfolg war enden wollend – da auch dieses Stück nicht stattfand – schade. Es kam, wie es kommen musste – auf vielfachen Wunsch wurde der Floh wiederholt. Sollte mir auch recht sein, aber zweimal genau innerhalb weniger Stunden dasselbe vor denselben Leuten zu präsentieren, kam mit etwas schwach, schäbig – naja, ich weiß nicht – vor. Also musste einiges anders gemacht werden – und so war’s dann auch und es war noch besser noch interessanter noch spannender, denke ich. Und das um 23:45 nach einer Menge guten Essens und guten Trinkens. Merkwürdigerweise wurden die Balkontüren vor meinem abschließenden Stück geschlossen, lag’s an mir oder wollte man nur die Polizei nicht teilhaben lassen?

Update (9.7.): keine Flöhe, fast kein Alkohol – nur wenig Licht und eine hinterlistige Stufe am Ende der Treppe – SIE kann da gar nichts dafür, wie manche meinen, und auch nicht die anderen Groupies 😀

Dieser Beitrag wurde unter Alkohol, Fest, Frauen, Georgien, Gesang, Konzert veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Die Russen kommen

  1. kalesco schreibt:

    Jetzt hab ich alles zweimal gelesen, aber vom Singen kriegt man keine Wunden (an Armen) und die Polizei war dann wohl doch nicht da…
    Also – wer oder was hat dir das angetan?
    (Ich ahne schon wer… deshalb gleich noch mal hintennach: wie hast du das geschafft?)

    [siehst ja aus wie ich nach einem intensiven Fortgeh-Wochenende 😉 ]

  2. lamiacucina schreibt:

    Da hat wohl ein begeisterter Zuhörer als Don Ottavio mitspielen wollen und zum Degen bzw. Stuhlbein gegriffen.

  3. the rufus schreibt:

    Oha kalesco, eine Kategorie Alkohol – habe ich etwas schreiben vergessen – passiert mir aber oft in letzter Zeit … was Du an Deinen Wochenenden so triebst kann ich ja etwas schlecht beurteilen 😀 .

    Vielleicht bekommt man besonders intensive Flöhe, wenn man sie so herbei ruft lamiacucina 😉 . Das Kratzen wird dann auch tief schürfend.

  4. kalesco schreibt:

    iiiiihhhhh – Flöhe….

  5. the rufus schreibt:

    Sagte „… vielleicht …

    Aber jetzt sollte es klarer sein 😉

  6. Pingback: 2. Akt « rufus still thinks about his title …

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s