Wie ein Lämmchen

Nach einem nicht zu ausgiebigen Frühstück stand wieder einmal die Entscheidung an, wohin geht’s? Wir ließen zur Grafenbergbahn anrufen – sicher ist sicher – die Auskunft war dann aber doch iweder nicht ganz klar. So machten wir uns mit einem gewissen Restrisiko auf den Weg nach Wagrain.

Grüne Ampel bei den Parkplätzen – heute ist wohl offen. Nach kurzer Verhandlung mit dem Billetteur – 29,90 € statt 36,70 € – ging’s in der Gondel nach oben. Gipfelbuch gab’s keines zum Eintragen – wäre aber auch etwas verwegen das tun zu wollen. Also machten wir schnell ein paar Fotos vom Wagraini vor der Probe-Sitz-Gondel.

Wagraini der Heini

Dann machten wir uns auf den (2-Minuten-)Weg zum See und seinen Attraktionen.

geflößt auf www.wagraini.info

Da war zunächst die Hängebrücke – ein wuchtiges Ding – man kam sich vor wie im Dschungel von Vietnam. Das nächste Objekt war dann der Balance-Steinpfad über den See – unser Viali und sFrauli haben ihn sogleich ausprobiert. Ich habe ängstlich vorsichtig wie nun mal bin, abgeraten, aber was soll’s? Wer nicht hören will, muss darf fühlen. Also die zwei haben’s auf möglichst komplizierte Weise probiert oder sagen wir so – sie waren sich über die Umsetzungsstrategie nicht übermassen einig. Auf jeden Fall kam es bereits nach wenigen Steinen zur unausweichlichen Katastrophe – unser Viali als Ganzes im Wasser (Schuhe, Leibchen, Hose) und sFrauli immerhin mit Schuhen und einem Teil der Hose. Fotos gibt’s hier keine – aus Rücksicht auf die Opfer. Diese Stein-Attraktion sowie das Floß probierten dann noch einige andere mit ebenso wechselndem Erfolg. Da sich meine zwei versuchten trocken zu legen, blieb mir Zeit das Panorama zu bewundern.

Die Kinderalm musst auch noch bewundert und getestet werden und dabei eine kleine Entdeckung – sFrauli und der Rufus in 30 Jahren – gut erhalten und konserviert als Holzskulpturen.

Nach der Talfahrt – sie dauerte 18 Minuten (weil ich das genau schauen musste – wie lange die Bergfahrt war, ließ sich im Nachhinein leider nicht mehr eruieren) – ging es zurück ins Hotel und zur Suppe – dieses Mal ein undefinierbares Etwas. Dann noch schnell den Radler gezapft und … hinter mir ein „Griaß di“ ohne Ohrenreiberl, aber mit Susi.

Kampf mit dem Alien dann statt Mittagsschlaferl und nach dem Kuchen ab zum Whirlpool – Viali wollte wieder einmal an etwas nicht teilnehmen – dieses Mal die Sommerolympiade.

In Ermangelung einer eingeschalteten Sauna ging ich in die Infrarotkabine. Dort stand, dass alles richtig ist, wenn der Rücken etwas rot wird (Durchblutung und so). Also wartete ich fein, bis alles schön rot war – sFrauli könnte das wohl bestätigen 🙂 .

Vor dem Abendessen dann noch ein bisschen Sport – die Eröffnung der Olympischen Spiele 2008 in Beijing. Grauslich der Aufruf von J. Rogge – es sollen ja die Spiele der Athleten werden – dass man dem Doping keinen Platz geben darf (und ich dachte, dass das Grundvoraussetzung ist, auch wenn’s dann doch nicht so ist). Ebenso grauslich der Stechschritt der Soldaten unter der Olympischen Fahne. Die Fahnen haben dann aber übrigens sehr schön geweht – sFrauli im O-Ton dazu: „Wehen die echt oder werden die angeblasen?“. Und dann? Die Fackel – sieben Läufer noch und dann, dann, dann ….. hebt der letzte von denen doch glatt ab und „läuft“ eine Stadionrunde um die große Fackel zu entzünden – echt imposant. Weniger imposant werden dann die nächsten Wochen bei uns zu Hause sein – sFrauli wieder einmal jede Menge Sport machen – vielleicht sogar ein neuer olympischer Rekord. Ob der Orc auch dort auftauchen wird, wage ich nach dem aber stark zu bezweifeln. Nur gut, dass die Chinesen bezüglich der Beginnzeiten nicht plötzlich Rücksicht auf irgendjemand anderen nehmen.

Nach dem Abendessen gab’s dann noch eine Tanzvorführung der Kleinen. Der letzte Abend musste dann ohne ein gemütliches Flascherl am Balkon ausklingen, nur gut, dass ich bereits am Vortag schlau genug war.

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4 Antworten zu Wie ein Lämmchen

  1. sommerschwester schreibt:

    Ich wette, Du hast ganz schön gelacht (sehr uncharmant), als die beiden nass waren, oder?

    Und mit dem Essen kann man die Frau Sommerschwester nicht beeindrucken… 😉 😉

    LG Sommerschwester

    PS: Aber nach einem tollen Urlaub hört es sich schon an! Hoffe Du bist gut erholt.

  2. the rufus schreibt:

    Ah, Du beginnst an diesem Ende des Urlaubs – auch nicht schlecht.

    Meinst, ich konnte vor lauter Lachen, die Kamera nicht halten, tststs – was Du von mir denkst. 😉

    Erholung war’s schon, aber meine Girls haben sich für danach genug einfallen lassen, dass die Erholung nicht zu groß wird …

  3. lamiacucina schreibt:

    schau an, der Herr rufus auf der hölzernen Sitzbank, eines der Augen eingeschlagen. Das soll wohl ein Hinweis auf Wotan sein. Bei der Dame nebenan müsste es sich demnach um Fricka handeln. Für die sitzt sie mir aber etwas zu ruhig und brav .

  4. the rufus schreibt:

    Stille Wasser sind tief: eines der unbekannte aber besonders traurigen Geheimnisse von Wotan – seine Frau schlägt ihn.

    Apropos: der Feuerzauber ist übrigens reiner Selbstschutz. Noch eine Frau die (ihn) prügelt – das geht nicht.

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