Gutmütig

Dieser Sommer hatte es nun wirklich in sich – man hat mir von links und rechts Äste und Zweige in den Weg gelegt sowie halbe Baumstämme über die Rübe gewamst, zu Themen, bei denen ich nun schon fast überhaupt nichts sagen kann. Gutmütig, wie ich bin, habe ich aber (fast) alles erledigt – ein bisschen muss ich noch weg räumen.

Jetzt bin ich der absolute Unkoch und Luiza – jaja, reisen bildet – hat nichts besseres zu tun, als mir das äußerst schwierige Rezept für eine Fritattensuppe* abzutrotzen.

Jetzt bin ich – gutmütig, wie ich nun mal bin – schon stundenlang in der Küche und teste mich durch die verschiedensten Rezepte. Der momentane Favorit stammt aus dem St. Martiner Kochbuch (vom Leopold Stocker Verlag).

Man muss jetzt aber auch dazu sagen, dass eigentlich 2 Rezepte aus mir heraus gepresst wurden – ja richtig 2, in Worten ZWEI: Suppe und Fritatten. Nun gut, gutmütig, wie ich …


Also zunächst die Klare Suppe:

Grundregeln für die Zubereitung klarer Suppen:
Die Suppe darf nur langsam kochen (köcheln, nie kochen!), sonst wird sie trübe. Trübe Suppen können mit Eischnee oder rohem Faschierten geklärt werden. Beim Anrichten gebe man allen klaren Suppen fein geschnittenen Schnittlauch oder Petersilie bei.

Merke:
Helle Suppen für Dunkle Einlagen, Leberspeisen, Lungenstrudel usw.
Alle Zutaten ins kalte Wasser geben.

Dunkle Suppen für Helle Einlagen, Nudeln, Nockerln, Fritatten, Reibgersteln usw.
Wurzelwerk mit Knochen und Zwiebeln anrösten (Muskatnuss).

Auf die feinen Unterschiede zwischen Fertigsuppen, Fleischsuppen, Knochensuppen bzw. Wurzelsuppen wollen wir hier nicht weiter eingehen.


Nun zu den Fritatten:

Zutaten: Man nehme ca. 1/8 l Milch, 80 g Mehl, Salz, 1 Ei, Fett (zum Backen) und 1 Liter Suppe.

Zubereitung: Milch und Mehl versprudeln, Salz und Ei zumengen, so dass ein dünnflüssiger Teig entsteht. In einer Pfanne ein wenig Fett erhitzen, vom Teig einen kleinen Schöpflöffel voll hinein gießen und auseinander laufen lassen, so dass der Boden der Pfanne bedeckt wird. Wenn die untere Seite der Frittate gebacken ist, umdrehen und die andere Seite fertig backen lassen. Die Frittaten ausgekühlt einzeln zusammenrollen, fein nudelig schneiden, und in die heiße Suppe geben.


Hätte mir Luiza nur mehr Zeit gelassen – aber sie hatte es einfach so schrecklich eilig – dann hätte ich noch das Rezept aus der Prato – dem relevanten Kochbuch schlechthin – probiert. PECH ❗

* Fritatten oder Frittaten, da waren sich viele nicht so ganz einig 😆

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9 Antworten zu Gutmütig

  1. buchstaeblich schreibt:

    Rufus, bis eben dachte ich, ich kenne mich einigermaßen aus mit gastronomischen Begriffen. Aber Lungenstrudel? Das kennt ja nicht einmal Gourmetpedia! Hilfst Du mir aus: Was ist das?

  2. lamiacucina schreibt:

    Mensch, noch ein Kochblog mehr 🙂 Die Supp‘ gibts übrigens als Fertigsuppe inklusive Frittaten. Spart viel Zeit, insbesondere das Klären mit Ei und Faschiertem.

  3. kalesco schreibt:

    das St. Martiner Kochbuch ist auch mein Favorit 🙂

    wobei ich anmerken möchte dass Fritatten ja net viel was anderes sind als Palatschinken (oder Crepes) 🙂

    und für alle Österreich-spezifischen Fragen empfiehlt sich ein Blick ins Österreichisch-Deutsch Wörterbuch ostarrichi:
    Lungenstrudel, mit Rezept

    Ist ein Strudel mit Fleischfülle (Beuschel -> Lunge, Herz und sonstige komische Überbleibsel)

    so, genug senf dazugegeben…

  4. kalesco schreibt:

    …. aber dass der Koch Fertig-Fritattensuppe in Erwägung zieht – das enttäuscht.

  5. the rufus schreibt:

    So war das aber nicht gemeint, liebe Leute.

    lamiacucina möchte hier einen Kochblog einrichten, buchstaeblich hängt sich gleich mit der nächsten Rezeptfrage an … kalesco, ein großer Freund von Senf bin ich aber nicht – nur falls Du einmal was für mich kochen darfst möchtest.

  6. kalesco schreibt:

    Hunger… so eine fritattensuppe wär jetzt schon nett 🙂

  7. the rufus schreibt:

    Kannst sie jederzeit hier bestellen.

  8. Luiza schreibt:

    …DANKE! Gerade ausgedruckt und wird am Wochenende probiert:-)

    Ergebnisse und Meinungen werden mitgeteilt;)

    Man muss den Österreichern ja lassen, dass sie wirklich wirklich gute Küche haben:-)

  9. the rufus schreibt:

    Bin schon gespannt, was mir da zu Augen kommen wird.

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