Rufus on the road

Nachgeholter Beitrag ca. 7 Tage im Verzug – ein kleiner Vorbericht


Um 15.30 losgeeilt und kaum war ich in der Straßenbahn, gab’s auch schon den ersten Stunk – einer Dame bin  ich nicht schnell genug aus dem Weg gesprungen. Mach nichts. Den Zug habe ich jedenfalls erreicht und so stand meiner Reise Nichts mehr im Wege.

Mein Abteil haben dann natürlich ein paar Halbstarke betreten – wortlos (zumindest mir gegenüber) – nachdem sie aus dem Damenabteil geworfen worden waren. Sie haben etwas nach Alk gerochen, waren aber sonst relativ harmlos. Die Sprache war nicht so ganz ihres, aber das macht Nichts. Nur der eine dröhnte sich die Ohren voll, dass es (k)eine Freude war – irgend wo ein schweres Metall, aber da kann ich keine Details geben. 😉 In Bruck zogen sie ab, ebenso wortlos wie sie gekommen waren.

Dafür bemühten sich ein Paar Grazien, mein Abteil zu erobern und grüßten sogar beim Eintreten – war ich nicht gewohnt an diesem Tag. Waren ja ganz nett, wenn da nicht dieser Gestank Duft gewesen wäre. Naja, aber die Lüftung hatte selben recht schnell eingesogen – ein Hoch auf die moderne Haustechnik. Die zwei Studentinnen waren ja recht angenehm, wenn sie nicht an irgendeinem Punkt über Pferde, über Golfen und über die große Welt geplappert hätten, in der sie schon überall gewesen waren – die Gören. Ein Fossil wie ich kann da schon neidig werden, wenn er hört wo sich die heutzutage überall herumtreiben, während unsereins … habe ich übrigens schon erwähnt, dass es demnächst vermutlich nach Rom, Turin und wieder Paris geht? nicht? gut. 😉

Nun in Wien angekommen, begann die Suche nach einem Ticketautomaten – ganz gut versteckt die Dinger für einen Provinzhengst. Die Straßenbahn achte dann auch noch einen größeren Halt, da die Bim davor einen Patschen hatte oder so.

HotelzimmerschlüsselEndlich war ich dann im Hotel – zu spät für die Oper, aber zu früh zum Schlafengehen. Das Betreten meines Zimmers hatte es dann wieder in sich, denn das Schloss bekam ich erst auf, als ich mich näher mit der Rückseite des Schlüssels beschäftigt hatte.

Im Zimmer stolperte ich dann auch gleich über einen Türstopper, was mir die nächsten Tage immer wieder passieren sollte – ich kam mir vor wie bei Dinner for One und der Türstopper war mein Löwe.

Bevor ich mich dann auf den Weg machte, gab’s noch einen Anruf zuhause – sFrauli mag das und ich beichtete meine Fauxpas vom Vormittag – ich hörte nurmehr was von wegen Elefant und Porzellanladen … naja, lassen wir das besser.

Türstopper

Endlich war ich dann aber fertig und machte mich auf den Weg in die innere Stadt. Dabei kam ich an der Staatsoper vorbei und Wehmut erfasste mich. Naja ich wollte dann nur ins Moulin Rouge, nein natürlich nicht – sowas ist wohl Nichts für mich (vermutlich) und in die Paulusstube wollte ich nicht ohne sFrauli (sie liest ja hier und wehe …), obwohl die Speisekarte ja ganz nett aussieht. Also setzte ich mich irgendwo anders rein (keine Karte) und aß irgendetwas – Hauptsache nicht zu groß und zu schwer … soll man ja um diese Tageszeit auch nicht.

Nach der Rückkehr dann eine kleine Webrecherche, die sFrauli noch in Auftrag gegeben hat für ein kleines Geschenk und ein bisschen in die Glotze (die mir übrigens auch gut gefallen hat – letztens Paris ein neumodisches Ding und dieses Mal gar noch besser) geguckt, bevor ich sanft entschlief …

Solche Fernseher gibt es in Wien

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10 Antworten zu Rufus on the road

  1. lamiacucina schreibt:

    erfreuliche Aussichten. Der Blick auf den Türstopper hat schon etwas weltstädtisches. Endlich kommt unsereiner mal in grosse Städte, wenn auch nur virtuell.

  2. Luiza schreibt:

    Ich habe recht schlechte Augen, aber das TV lässt mich nicht in Ruhe: wo ist nun die Kante?
    Es ist kein Scherz. Wenn ich nach der gelben Kante gehe, könnte es sich um einen russischen TV Kasten handeln, der starke Gelbstiche hat, die man mit einem Magnet „behandelt“ . Da kommen dann Erinnerungen hoch…

  3. the rufus schreibt:

    Schön, dass es gefällt lamiacucina, ich dachte die normalen Touristenpfade uns Aussichten sieht man überall 😉

    Die weiße Westausgabe mit Blitz hättest nicht sehen wollen Luiza 🙂

  4. entegutallesgut schreibt:

    Ich liebe Hotels mit Teppichen, da hat man noch etwas von den Vorgängern und ist nicht so alleine im Zimmer. 🙂

  5. Luiza schreibt:

    entegutallesgut : wie gruselig….

    rufus: magst recht haben:-)

  6. kalesco schreibt:

    Ich will hier ja nicht die Sprach-Bitch sein, aber entschlafen, lieber Rufus, sollst du bitte noch lange nicht 😉
    Und danke für den Türstopper – entschuldige bitte, dass ich bei der Vorstellung des rufus-Butlers grinsen muss. Aber du hast ja einen gewissen Anspruch deine Leser zu unterhalten 🙂 Gelungen.

  7. the rufus schreibt:

    Auch der nächste hat was von mir entegutallesgut

    Dafür bin ich in der Reflexion sichtbar Luiza – hat ja auch was, meine ich.

    Sprach-Bitch – uhahaaaaaaaa kalesco … muss ich mir merken. Darf ich Dich mal zitieren? werde aber zuvor bei meiner gefiederten Freundin anfragen, wie ich das korrekt mache 😉 Für den Türstopper darfst Dich nächstes Mal bedanken, da habe ich dann einen Schraubendreher mit – wieder was gelernt.
    Btw, zu entschlafen hätte es noch was gegeben, damals im Originalartikel, der mir aber leider abhanden gekommen ist. Jetzt war’s mir zu viel Action … danke auch für die Motivation weiter zu machen – da werde ich es mir glatt nochmals überlegen.

  8. Elisabeth schreibt:

    Rufus allein in Wien… Hat´s trotzdem geschmeckt, so allein? 😉
    Im Moulin Rouge hab ich mal eine wunderbare Operetten-Parodie gesehen – die SängerInnen bevölkerten die Logen und waren allesamt in dem samtenen Ambiente hervorragend! 🙂

  9. the rufus schreibt:

    Ganz allein … warst ja nicht da. Geschmeckt hat’s – klar. Das Etablissement war irgendwie finster? also Nichts zu machen.

  10. Pingback: Vissi d’arte, vissi d’amore « rufus still thinks about his title …

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