Vissi d’arte, vissi d’amore

Nachgeholter Beitrag ca. 7 Tage im Verzug – was zuvor geschah


524. Tosca in dieser Inszenierung in WienIch könnte ja jetzt etwas daher plappern, von „V wie Flügel“ oder so, wie unsere „Armen“ Schispringer das müssen – die Deppen – tue ich aber nicht.

Das „V“ war allerdings schon vorherrschend an diesem Tag, denn beinahe den ganzen Tag war ich in diesem Workshop, der sich eindringlich mit dem V-Modell beschäftigte, mit einzelnen Schritten darin und wie die alle geplant, umgesetzt und selbstverständlich dokumentiert werden könnten.

Gegen 17.15 dann im Hotel zurück, tat ich das worauf ich mich schon den ganzen Tag gefreut hatte. In der Früh nämlich tat ich bereits einen kurzen Blick ins Internet und eigentlich auf die Seite der …….. ja genau, der Staatsoper – sie lässt mich einfach nicht los. Tja, gestern habe ich noch berichtet von meinem Wehmut, dort vorbei zu kommen und heute habe ich Depp mich doch glatt dazu hinreißen lassen, mich wieder darum zu scheren. Gesagt, getan – also ich rufe beim Kartenservice an, wie denn das geht, ab wann man den Karten bekommt an der Abendkasse. Mehrmals hat mich das Band höflich aber doch bestimmt aufgefordert, die Leitung wieder frei zu machen, weil ich eh nicht dran komme. Schließlich war wieder das Band und ich war schon dabei aufzulegen, doch plötzlich fällt mir ein anderer Satz in der Ansage auf, etwas von „die nächste Leitung für mich und so“ – juhuuuu.

Der Code zu Tosca - sonst geht bei ihr Nichts

Nun, was sie dann gaben? – TOSCA. Ich durfte also plötzlich eine Karte bestellen und das Ganze sogar über meine Kreditkarte abwickeln. War zwar nicht notwendig bei den paar Kröten, aber die nächste Kategorie um 90 € wollte ich dann auch wieder nicht weitere waren dann bei 190 aufwärts – hmpf. Im Nachhinein hat sich das als nicht ganz falsche herausgestellt. Die Karte war also für eine Loge mit Sichtbehinderung – zum Abholen erfuhr ich einen Code, den ich dann natürlich nicht brauchte. Klar jeder kennt Rufus.

Eiserner Vorhangin der Wiener Staatsoper Orchestergraben in der Wiener Staatsoper

Auf die Vorstellung gehe ich hier nicht näher ein – wird wohl einen Grund haben. Das fabelhafte Orchester ist es sicher nicht. In der Loge musste ich dann einen Stuhl umstellen – ich wechselte 4 und 5 – um besser zu sehen, doch der „Besitzer“ von 4 an diesem Abend kannte sich aus und „wies mich zurecht“. Dann machte er das noch bei seinem Vordermann, der 1 (!) cm weiter nach vor rücken sollte 😉 . Es stellte sich aber heraus, dass er nur den Dirigenten sehen wollte, weil er die Vorstellung ohnehin schon 100 Mal gesehen hat. Dann schimpfte er über den Cavaradossi, die Tosca des Abends und lobte den Scarpia. Ich habe alles nicht so gesehen / gehört, aber Samuel Ramey muss man zugute halten, dass er bereit 69 (!) Jahre alt ist. Deshalb hier eine kleine Aufwartung an den Teufelskerl 😉 .

Naja, so ein Hosenscheißer, der Kritiker, hat wahrscheinlich noch keinen Ton gesungen, aber fest mitreden. Für mich war der Abend jedenfalls schön, obwohl wenn sFrauli dagewesen wäre, wäre es noch schöner gewesen, übertroffen nur mehr, wenn sie zuhört und ich unten … soll aber nicht sein. 😦 Zurück bleibt, wie schon so oft, ein etwas trauriger Rufus …

Nur gut, dass ich mich nicht nur mit einer Krawatte aus dem Haus wage, wenn ich wohin dampfe – ob ich mal alle meine mehr oder weniger schönen Stücke hier präsentieren soll … vielleicht so als Gesamtkunstwerk auf einen Haufen und fotografieren oder gar am Krawattensamstag oder wie könnte so ein Projekterl durchgeführt werden? Haha, eine Hitparade – dann habe ich mal was für junge Leute :mrgreen: Hier jedenfalls dieses „V“.

Krawatten-V

Ach ja, der Titel stammt natürlich von der Titelheldin „ich lebte für die Kunst, für die Liebe“

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5 Antworten zu Vissi d’arte, vissi d’amore

  1. lamiacucina schreibt:

    Samuel Ramey als Salzburger Don Giovanni hat einst sogar Donna L. schmachten lassen. Er singt einfach besser, profunder und schöner als ich. Unter Anderem.
    Nicht traurig sein, rufus, irgendwann tritt die alte Garde auch mal ab, dann kommt Deine Stunde.

  2. the rufus schreibt:

    Tja, aber Du hast sie bekommen die Donna. Dass ich nach der alten Garde selbst noch jung bin, wage ich allerdings zu bezweifeln.

  3. entegutallesgut schreibt:

    Da ist also endlich ein Mensch, der diese Bildkrawatten trägt. 🙂

    Du hättest in die Kammeroper gehen sollen.
    http://www.wienerkammeroper.at/
    😉

  4. the rufus schreibt:

    In die Kammeroper? Du meinst die Fischerinnen sind eher was für mich als irgendwelche Fische … 😉

    Hast Du nicht öfters mal was von schönen und weniger schönen Krawatten philosophiert? Da wirst Du ganz begeistert sein, wenn mehr davon kommt 😆

  5. Pingback: Ein wirklich spannender Tag « rufus still thinks about his title …

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