In die Ewigkeit

Beitrag mit einer knappen Woche Verzug


Hat ja schon gut begonnen – um 4:00 Uhr aufstehen. Wie ich das liebe. Und wenig später mal ein paar Schrecksekunden der ganz anderen Art – das Taxi, das bereits fast bei mir war, fährt auf und ab und findet nicht zu meinem Haus. Und ich? Wie das Kaninchen vor der Schlange – nicht vor und nicht zurück. Soll heißen – nicht das Telefon verlassen, denn es könnte ja gerufen werden (zum Beispiel vom Taxi) und nicht hinausgehen und winken. Plötzlich ein aufheulender Motor – ist es jetzt weg? – verdammt. Aber zum Glück war es dann doch nicht so. Die Telefonnummer hat mein rettender Engel aber doch nicht gehabt. Wieso ich die bloß jedes Mal ansagen muss, wenn ich das Taxi bestelle? das wird mir wohl ein ewiges Rätsel bleiben.

Die zwei Flüge waren dann überraschenderweise ganz harmlos – kein Ohrendesaster. In Rom gab es dann gleich einen direkten Anschluss mit dem Leonardo Express einfach zu finden und auch gleich „abflugbereit“. Am Hauptbahnhof (Stazione Termini) zeichnete sich der weitere Weg nicht besonders ab und spät war es außerdem schon. Also wurde (von mir 😆 ) eine Taxifahrt genehmigt. War ja auch viel zu warm (11 °C) zum Wandern und das Schwitzen hebe ich mir für die Sauna am Wochenende auf (ist jetzt ohnehin zweimal ausgefallen 👿 ).

Auf der Piazza Venezia waren dann ganz bildlich gesehen einige verschlossene Türen und einige Gelegenheiten unter römische Räder zu kommen. Ich wurde von zwei netten Hostessen weitergereicht weitergeschickt und landete bei einem Workshop, bei dem ich allerdings nicht auf der Teilnehmerliste stand – kein Wunder, es war ja auch nicht der Richtige. Also wurde ich wieder weiter geschickt habe es spät aber doch geschafft.

Dann waren wieder keine Unterlagen vorhanden. Liegt wohl daran, dass 30 Personen für den Workshop zugelassen waren und circa 100 erschienen sind. Nach einigem Nachfragen tauchte – fast schon nicht mehr erwartet – ein Mäppchen für mich auf. Basta.

Ein Monument

Der Tag war dann – trotz lähmender Metadatenvorträge und der Durchforstung eines 200 Seiten starken Telefonbuchs Tabellenkonvoluts – relativ schnell vorüber. Neben einem feinen Buffet konnte ich auch noch ein kleines Panorama einfangen – und zwar einschließlich des Monumento Vittorio Emanuele II.

TV auf Italienisch im Bad braucht man einfach ein Telefon Ein echter Toni Fertonani aus 78 voll Bush-tauglicher Schlüssel

Später dann im Hotel ist es mir gelungen, so manches liebevolle Detail meiner Behausung zu erfassen. Da ist zum Beispiel die TV-Installation über der nicht vorhandenen Minibar, das kleine aber doch relativ ansehnliche Bad (warum man dort ein Telefon benötigt, ist mir aber nicht klar geworden – war auch nicht das einzige in meinem Zimmer), der Chor der Waschweiber (übrigens ein echter Toni Fertonani von ’78 ) und natürlich der Zimmerschlüssel (diesmal mit dem einzigen Bush-Anhänger 😆 ).

So kann ein Hoteleingang auch aussehenUm zu diesen fantastischen Einblicken zu gelangen, musste ich aber in einen finsteren Hades Die Locandaeindringen, der von einem kleinen Cerberus der neuen Art bewacht wurde – das einzige Anzeichen auf diesem Platz, dass hier mein Hotel ist. Am nächsten Tag in der Früh sollte ich auch noch einen weiteren dienstbaren Geist entdecken, die Waage, aber so Royal, wie es hier steht, war sie dann doch wieder nicht, weil sie mir doch glatt eine Energiebilanz von 4,8 (pfffff) vorschlug – das kann nicht stimmen.

royale Waage

Den Abend verbrachte ich dann mit einigen Kilometern Fußmarsch, zuerst auf der Suche Jagd nach einer Briefmarke, die es zwar in den Tabakshops geben soll, aber dann doch wieder nicht gibt, zumindest nicht in den ersten 20 davon. Irgendwann sollte ich dann aber doch eine finden und somit stand der Postkarte an meine Girls nichts mehr im Wege. Dann konnte ich noch ein paar finstere Gestalten auf der Piazza Navona ablichten und ich machte mich auf den Weg, um – tja, das ist aber eine andere Geschichte ………… soll ich?

Fontana dei quattro fiumi von Osten fotografiert Die Fontana del moro Fontana dei quattro fiumi von Westen fotografiert

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9 Antworten zu In die Ewigkeit

  1. lamiacucina schreibt:

    wie hiess das Hotel gleich ? ach, Studio Lania, App. 8. Sauber geputztes Messingschild.

  2. kalesco schreibt:

    Telefon in Bad? Für Notrufe vielleicht… Hygienische oder unhygienische *g*
    Hübsch dieses Rom. Ich möchte auch… aber ich krieg ja Mailand, soll auch nicht so schlecht sein.

    Und natürlich sollst du!! 🙂

  3. NiRAk schreibt:

    Schöne Bilder, aparter Beitrag ..
    .. aber wo ist der Kanaldeckel geblieben? 😉

    ach ja .. kalescom, mir würde Mailand, trotz Nebel, reichen. Liebe Grüße 🙂

  4. NiRAk schreibt:

    @ kalesco
    Ich bitte um Entschuldigung!
    Ich habe aus Deinen Namen eine eigenartige com gemacht. 😦

  5. kalesco schreibt:

    NiRAk: das macht doch nix. 🙂

  6. the rufus schreibt:

    Matt hätte etwas diskreteres lamiacucina, ich komme mir schon vor wie Wilson aus „Hör mal wer da hämmert“ 😉

    kalesco, was ist ein unhygienischer Notruf? Ich überleg’s mir, ob’s weitergeht … ok?

    NiRAk, ich habe ja gesagt, ich überleg’s mir – man kann ja nicht die ewige Stadt auf einen Kanaldeckel reduzieren und noch weniger kann man einen solchen aus seiner Geschichte herausreißen … das haben DIE nicht verdient, diese sensiblen Wesen, die von uns leider nur zu oft mit Füßen getreten werden.

  7. NiRAk schreibt:

    Rufus,
    ICH habe NIE behauptet das Rom auf einen Kanaldeckel reduziert werden soll ..
    aber Du, hast nicht geschrieben „ich überleg’s mir“ .. NEIN !!!
    Du hast unaufgefordert geschrieben: „Ich stelle dann demnächst einen aus Rom aus – einen Kanaldeckel meine ich 😉 “ ..
    unter http://nirakatak.wordpress.com/2009/02/05/wiederholung-der-wahsheute-kaiserat/#comment-2635
    nachzulesen ..
    Was Du eventuell auf andern Blogs ankündigst oder verspricht das weiß ich nicht genau (oder nur ungefähr 😉 )
    Das musste jetzt raus – wie stehe ich den sonst da ..
    Da glaubt dann jeder ich bin Gully süchtig oder so .. :/

  8. Pingback: Auf dem Weg zur Macht « rufus still thinks about his title …

  9. the rufus schreibt:

    Ah demnächst war das Zauberwort – die Rufus-Dimension Zeit schlägt also wieder einmal zu … bestens stehst Du natürlich da, wenn Du mich sogar so fein daran erinnerst, damit ich Nichts vergesse … und keine Sorge Dein gully kommt noch …

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