Hundert liebliche Jungfrauen

Nein, nein – nicht mein Vorleben und auch nicht der Wunsch für die nächsten Monate (zumindest nicht öffentlich hier). Das ist einfach aus der neuen Verdi-Szene (Rezitativ, Arie und Cabaletta), an die ich mich gerade heranmache. Zu hören wird’s davon so schnell nichts geben, aber vielleicht kommen ein paar Schmankerln von IHR – mal sehen, was sich ergibt. 😉

Alfin questo corsaro e mio prigione!
Arsa da lui mia reggia,

in questa rocca
col vinto alberga il vincitore!
Audace! fin la Gulnara mia tentò rapirmi!…
Ed ella… oh gelosia!…
Serpe feroce che dagl’occhi avventi freddo tosco nel core!
Oh, quali orribil ore
tu prepari a colui
che dubbia ed ama,
che sospetta ed adora!
Oh va! ti scosta, tormentoso sospetto,
ne m’agitar colle tue furie il petto!

Cento leggiadre vergini
da me chiedeano amore:
io le sprezzai, che palpita
sol per Gulnara il core.
Ma se l’amor che m’agita cercasse ora tradir?
Dammi, o vendetta, i fulmini
per l’empia incenerir.

S’avvicina il tuo momento,
fiera sete di vendetta;
già pensando al suo tormento m’incomincio a vendicar.
E Gulnara!… Se l’inganno in quell’anima s’alletta,
dee, lo giuro, il suo tiranno nell’amante ritrovar.

Arie des Seid aus
Il corsaro von Giuseppe Verdi

Und hier noch die Übersetzung dazu:

Nun ist dieser Korsar mein Gefängnis!
Mein Schloß hat er verbrannt, und jetzt beherbergt
in dieser Festung den Sieger der Besiegte.
O Kühnheit! Selbst Gulnara wollte er mir rauben! …
Und sie … o welche Eifersucht! …
Gefährliche Schlange, die du mit den Augen kaltes Gift ins Herz treibst!
Wie schrecklich die Stunden,
die du jedem bereitest,
der da zweifelt und liebt,
mißtraut und anbetet!
O geh hinweg, quälender Zweifel,
und quäle meine Brust nicht mit deiner Wut!

Hundert liebliche Jungfrauen
umwarben mich mit ihrer Liebe;
Ich wies sie zurück,
denn nur für Gulnara schlägt mein Herz.
Doch sollte die Liebe, die mich bewegt, mich nun verraten?
Gib mir, o Rache, die Blitze,
die Frevlerin zu versengen.

Es naht dein Augenblick,
du stolzer Rachezug;
nur der Gedanke an seine Qualen läßt mich schon Rache fühlen,
Und Gulnara! … Wenn sich der Betrug in ihrer Seele regt, schwör‘ ich den Göttern,
daß im Geliebten sie ihren Tyrannen finden wird!


Wie viel jetzt von mir da drinnen steckt? Ich weiß es nicht … sagt Ihr’s. 😉

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