Sein Gold

Diese und die vielleicht folgenden drei Teile einer Geschichte sind da etwas nach Richard Wagners Ring des Nibelungen benannt, hätte doch dieser Meister dieser Tage seinen 200. Geburtstag. Heute also der sogenannte Vorabend – Das Rheingold. (sein Gold sind übrigens die Griller und Seminare)


Wenn man schon zum Grillweltmeister auf ein Seminar eingeladen ist, dann geht man da auch gefälligst hin, auch wenn einem die Speisekarte des Abends nicht ganz schmecken sollte, aber es kann nicht immer alles passen, oder? Und wer sagt denn, dass alles so kommt, wie es wo steht…na eben. Der Plan war ja von 17:00 bis 21:00 ein bisschen was zu kochen bzw. zu grillen und das dann zu vertilgen.

Dreikampf vom Silberlachs, Garnele und Jakobsmuschel
auf getoastetem Knoblauchbaguette und Rucolaöl
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Zart rosa gegrillte Lammnüsschen im Kräutermantel
mit Erdäpfelgratin und Haloumi-Zucchinilasagne
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Barbecue – Schweinsfilet in der Curry- Senfkruste
auf Erdäpfel–Grammelgröstel und BBQ- Sauce
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After Eight Soufflés auf Orangencreme

Begonnen hat dann ja alles damit, dass sFrauli auf der Liste stand und nicht der Rufus, was mir auch ein paar Sprüche des Veranstalters einbrachte, aber er konnte ja nicht wissen, dass sFrauli das Seminar als Geschenk für mich erworben hatte.

Rent a Cook

Nun gut, es dauerte also ein Weilchen nach dem eigentlichen Beginn, bis endlich alle die meisten Teilnehmer aufgetaucht waren – na da waren auch eine Pupperln dabei (die waren wohl zu früh, weil nach Kochen sahen sie nicht aus, sondern eher nach Dinnieren), aber darum soll’s hier ja jetzt nicht gehen.

Der gute Grillmeister begann also mit allerlei Erklärungen und einigem an Werbung für den Outdoorchef Grill, seine Grundausstattung mit den verschiedenen Trichtern, die man wahlweise in die eine oder andere Richtung einsetzen kann und wie man damit direkt oder indirekt grillieren kann oder dann eben auch mal ein Steak verkehrt machen kann. Verkehrt? ja ja, das mache ich auch hin und wieder, aber dann garantiert auf meine Art. 😀

Nach weiteren Erklärungen zu vielen praktischen Zubehörteilen und den unendlichen Vorteilen des ODC auch gegenüber den Weberschen Trümmern (z.B. sind diese nur zusammengesteckt und nicht geschraubt, und die Arbeitsfläche ist auch zu nieder), gab es dann doch auch ein paar Fragen der Teilnehmer, so beispielsweise zum Marinieren. Das wird aber vom Maestro ziemlich abgelehnt, zumindest mit Öl welcher Provenienz auch immer, ist doch Öl ein allseits bekanntes Konservierungsmittel und was soll das dann an Geschmack bringen. Eh klar, eigentlich. sFrauli macht es dagegen seit Jahren anders – nämlich ein paar gute Kräuter (aber fragt’s mich jetzt nicht, welche) und ein Flascherl dunkles Bier drüberschütten. Ja so etwas lässt sich auch der große Meister einreden – Biermarinaden sind äußert interessant und g’schmackig.

Die Outdoorchef Griller

Dann durften wir auch noch raten, was es mit dem Rasten des Fleisches auf sich hat – nix Poren schließen. Gibt ja gar keine Poren – Fleisch ist ein Muskel und Poren gibt es in/auf der Haut. Also das arme gestresste Kotelett zieht sich zusammen und man muss ihm wieder ein bisschen die Möglichkeit geben sich auszudehnen. Und wenn dann beim Anschneiden was heraus rinnt, ist das wohl nur der Saft des Fleisches – von wegen blutig.

Dann ging’s auch noch gleich darüber, ob Kohle gegenüber Gas Vorteile bringt. Natürlich keine!! Muss er ja als Vertreter der Gasfraktion sagen, höchstens mit Holz wird da was anders, weil das ja dann Räuchern ist, so wie im Smoker eben. Das ist dann groß im Kommen – naja, meins ist das wohl nicht. Und auch nicht die 4.8 Griller zu besitzen, wie jede Familie in Dänemark. Mir reichen unsere 1.2 auch – ich liege mit zweien ohnehin schon deutlich darüber.

Und so reihte sich eine Auflösung einer Urban Legend an die andere, sodass man sie hier gar nicht alle aufzählen kann. Eines vielleicht noch – die berühmte Frage, auf welcher Seite denn die rauhe bzw. die glatte Seite einer Alufolie sein soll (innen oder außen, oben oder unten) – alles Quatsch das liegt nur an der Produktion und hat sonst keine weitere Bedeutung.

Mir war es natürlich noch wichtig zu erfahren, was es mit den Grill-Chips zum Räuchern so auf sich hat und siehe da auch eine gute Sache, nur dass man die guten Dinger nicht in Wasser einlegen sollte, weil das den Geschmack entzieht. So sollen Whiskey-Chips in Whiskey eingelegt werden und so weiter – die zwei Euro soll man da nicht sparen. Ob sich das Einlegen der Chips mit Whiskey um diese Summe ausgeht, wage ich jetzt aber doch zu bezweifeln.

Und nächstes Mal geht es weiter zur Zubereitung…

Zur Vorbereitung

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5 Antworten zu Sein Gold

  1. lamiacucina schreibt:

    Was die „Poren“ betrifft, sind sich der Grillweltmeister und der Outdoorchef nicht ganz einig. Mal sehen, wie der Dreikampf ausgehen wird.

  2. giftigeblonde schreibt:

    Klingt interessant, und lehrreich!

  3. Pingback: Die Qualkür | rufus still thinks about his title...

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