Das Nummerngirl

Filme digitalisierenSchon spannend, wenn der Papa – in dem Fall meiner – alte Filme digitalisieren möchte und die sind da teilweise doch schon fast 50 Jahre alt.

Da ich ja bei diesen Dingen DIY nicht so gerne mag, hat er ja zu einem seiner letzten Geburtstage einen Gutschein bekommen, damit das Material – schon ein paar Rollen / Meter – ordentlich gescannt werden kann. Hat er sich also neulich auf de Weg gemacht und ein paar Geschäfte abgeklappert, um herauszufinden, wie das funktioniert und – für ihn als Mitglied der älteren Generation wichtig – was es denn so kosten würde. Die dabei grob veranschlagten Kosten von 250 € oder mehr waren ihm da eindeutig zu hoch.

So hat er dann auch gleich alles für eine Selbstproduktion vorbereitet:

  • Leinwand aufgestellt und Raum verdunkelt.
  • Alten Filmprojektor hervorgekramt und entdeckt, dass der Antriebsriemen zu ausgeleiert ist. Nach einigen Nachfragen bei diversen Foto- und anderen Geschäften, die erklärten, dass es so etwas schon länger nicht mehr gibt, hat er schließlich einen O-Ring aus seinem umfangreichen Sortiment herausgesucht und damit er passt, etwas zu geschliffen.
  • Stativ und Kompaktkamera zusammen gestöpselt…
  • und dann alles fein ausgerichtet.

Und so ging’s dann auch gleich dahin. Ich wurde natürlich eingeladen, um die Konfiguration zu bewundern bzw. zu bekritteln, aber das wusste er da noch nicht. Schnell hatte ich einiges an Verbesserungsmöglichkeiten entdeckt:

  • Der Abstand zwischen Projektor und Leinwand könnte deutlich verringert werden – gemacht.
  • Aufgrund des geringeren Bastandes zwischen Projektor und Leinwand kommt nun die vertikal-streifige Struktur der Leinwand „besser“ heraus – entfernt.
  • Die Linse des Projektors war leider ziemlich verdreckt – gereinigt, hat aber nicht viel gebracht.
  • Meine neue Kamera ist deutlich lichtstärker und kann auch brauchbarere Video-Formate liefern – getauscht.
  • Die vielen kleinen Filmbänder sind zwar in eigenen Kassetten, aber die Beschriftung und Nummerierung war etwas unzureichend – katalogisiert.

Noch ein paar Probeaufnahmen ging es dann aber wirklich dahin in unserem kleinen Post-Production-Office. Papa war für die Analogtechnik zuständig, ich für die digitalen Prozesse, die Logistik der Analogmedien sowie für das Metadaten-Handling, das sukzessive prozessgetrieben optimiert wurde.

Achja, das Referenzmedium zum Scharfstellen der digitalen Aufnahmetechnik war dann Papas Tablet, das er an die Wand halten durfte und darauf waren dann noch zum jeweiligen Band passend Titel und Nummer eingestellt…:mrgreen:

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