Die Hoffnung stirbt zuletzt

gebrochener AntriebLetzte Woche hatten wir ja einen guten Start in die Digitalisierungsinitiative (puh, schweres Wort). Für heute/morgen war dann die Fortsetzung bzw. der Abschluss des ersten Schrittes – digital Akquisition des Rohmaterials – geplant.

Ließ sich dann heute Morgen auch recht gut an und nach rund einer Stunde war ein erklecklicher Anteil im Kasten – soll heißen ca. die Hälfte der ausstehenden kleinen Filmbänder. Da war ich schon frohen Mutes, dass wir spätestens morgen mit den restlichen kleinen und den zwei großen Bändern fertig sein sollten.

Doch dann sollte alles etwas anders kommen: plötzlich hörten wir ein etwas eigenartiges Geräusch. Das aktuelle Band wurde auch nicht mehr weiter eingezogen. Schnell abschalten war die Devise, Seitenabdeckung aufklappen und schon war das Dilemma sichtbar – de Anfang des Bandes hatte sich mehrere Male um eine der Transportspulen gewickelt und war nun vollständig blockiert.

Wir versuchten im umgekehrten Modus noch zurück heraus fahren, aber aus dem Projektor-Inneren war nur mehr ein leises mitleiderregendes Röcheln zu hören. Im Zeitalter des Internets der Dinge würde der Apparat vielleicht stattdessen mit einem linken Wanderschuh über dessen und sein eigenes Leid zu plaudern beginnen.

Also begannen wir die Kiste zu zerlegen – gar nicht einfach an manchen Stellen, aber wir kamen zuerst nicht dahinter, was denn das Problem war, bis ich plötzlich etwas gelbes schimmern sah. O weh –  eine Schelle zur Übertragung des Motorantriebs auf die beiden Antriebszahnräder der Spulen war wohl geborsten. Zuerst eine Hälfte nur schwer zu erkennen, dann die andere schier unauffindbar, schließlich beide Trümmer schwierig aus dem Gehäuse zu fischen – naja, soll ja nicht alles immer von selbst gehen.

Dazwischen hatten wir die Hoffnung schon etwas aufgegeben – ich weiß, normal wird nur ein Brief… – und wir hatten uns schon mit der Inanspruchnahme eines sündteuren Digitalisierers abgefunden (das restliche Material wäre etwa bei 300 Euro). Dann kamen aber doch noch andere Ideen auf: Freunde und Bekannte fragen, ob jemand einen Projektor hat, den kaputten Teil im Projektor kleben – muss ja nicht optimal sein, sondern lediglich ein paar Stunden funktionieren – oder vielleicht doch einen Projektor kaufen oder mieten. Den Gekauften kann man danach ja vielleicht wieder verkaufen…

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