Die Erste und die Letzte

Noch ist die grausliche Baustelle ja nicht bei uns aufgetaucht – kann ja auch gar nicht sein, denn heute war die Bauverhandlung dazu und da ich noch nie bei so etwas war, bestand der Plan dort hin zu gehen.

Aus der Entfernung war ein paar Minuten vor Beginn ja nur ein einzelnes Auto zu sehen, in dem jemand saß und sonst nichts Außergewöhnliches. Da ich ja noch mein diverses Aufnahme-Equipment zu richten hatte und die geländegängigen Treter überstülpen wollte, war es dann ziemlich am Punkt, als ich am vorgesehenen „Tatort“ erschien und zu meiner Überraschung war inzwischen auch schon eine ziemliche Abordnung bekannter und unbekannter Gesichter.

Nun der Bauherr – in dem Fall zugleich auch Chef der ausführenden Baufirma (oder so) – begann also über das Projekt zu referieren, was ihm nur wenige Sätze gelang, denn einer unserer Nachbarn (aber nicht der von der Nachbarin, die wir letztens nackt im Garten beobachtet hatten – vielleicht hat sie mich deswegen heute so eigenartig angesehen 😀 ) nahm sogleich Fahrt auf und legte ziemlich los um in seinen Fachgebieten rund ums Wasser, die ihm wichtigen Punkte abzuhaken. Später ging’s dann auch noch um diverse Geländeanpassungen, wobei auch um ein paar Zentimeter auf oder ab gefeilscht wurde (ich konnte weder den einzelnen Rechenschritten noch den diversen Geländehöhenablesungen aus den Plänen folgen, obwohl ich mich meiner Meinung nach sowohl der Grundrechnungsarten als auch einer gewissen Lesefähigkeit mächtig fühle). Dieser Feilscherei konnte ich auch gar Nichts abgewinnen – ist mir doch ziemlich egal die neuen Gebäude die Sicht auf die Kirche verstellen oder die Sicht auf die Kirche verstellen.

Bisschen kam mir das alles ziemlich nach Augenauswischerei vor, auch wenn der Bürgermeister immer sehr bürgernah behauptete (auch im 4-Augen-Gespräch), dass unsere Wünsche / Einwände berücksichtigt werden müssen – gibt ja nicht wirklich etwas, das gesetzwidrig ist. Soweit kennt sich diese große Baufirma schon aus.

Die Besprechung wurde dann in die Gemeinde verlegt, wo auch der Beschluss formuliert wurde – das Ende habe ich und die meisten anderen dann nicht mehr abgewartet…und jetzt weiß ich somit auch, wie so eine Bauverhandlung abläuft.


Naja, einiges habe ich auch gelernt, wobei ich noch nicht genau weiß, was ich von den einzelnen Punkten wirklich haben werde:

  • Ein Haus darf nur auf einem Grundstück stehen. Somit mussten die 2 Teilgrundstücke zusammengelegt werden, was aber auch bewirkt, dass mehrere Häuser auf einem Grundstück sein werden und daher auch dieselbe Hausnummern mit angehängten Buchstaben haben werden. Aha.
  • Nicht extra zum Thema, aber die Schenkung unserer Straße soll bereits gelungen sein und es wird nur mehr auf den Grundbuchauszug zu warten sein. Und ich brauche nicht mehr lästig nachfragen – das wäre nämlich demnächst wieder fällig gewesen. 😉
  • Den Bescheid oder Beschluss zur Bauverhandlung erhält nur der, der Einwände gemacht hat. Anscheinend ist es auch schwierig, das einfach bei der Gemeinde kopieren zu versuchen. Sehr gönnerhaft hat sich dann aber der Bauherr angeboten, unserem lästigen Nachbarn ein paar Kopien davon zu schicken, die der dann unter uns verteilen darf. Zum Glück gelang es dann, die Möglichkeit eines per Email verschickten Scans aufzuzeigen.
  • Was dann aber schon sehr interessant war: Es gibt bereits – im Gegensatz zum letzten Wochenende – Schilchersturm und auch vom Winzer unserer Wahl. Gott sei Dank!! :mrgreen:
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