Das Designer-Gulasch

Ich gebe nicht auf – vor rund 30 Jahren begann eine Geschichte, die ich heute soweit beenden konnte.

In der Schule gab’s da einen EDV-Lehrer – ja, Informatik gab es damals noch nicht. Und wer das nicht kennt – EDV ist Elektronische Datenverarbeitung. Heute braucht man ja das nicht mehr so, gibt ja social media, apps und wie das alles heißt.

Also, besagter Lehrer hatte ein EDV Buch geschrieben, das in der Schule verwendet wurde. Praktisch, so konnte er nebenher auch noch schön was zu verdienen. Doch der Technologiefortschritt machte ihm einen kleinen Strich durch die Rechnung. Die Beispiele waren nicht mehr aktuell und bedurften einer Überarbeitung. Da wir engagiert und talentiert waren, dachte er sich uns als Unterstützung – für ein Essen und Getränk.

Wir haben also munter drauf los programmiert, die Sachen fein dokumentiert und unserem Lehrer übergeben. Als Dank gab’s dann von ihm ein „Rufus’l, für Eure Leistungen gibt’s ein Gulasch und ein Bier – schau doch, wo man ein gutes Gulasch bekommt und reservier‘ dort für 15 Personen“.

Naja, so etwas lasse ich mir nicht zweimal sagen. Ich habe mich dann gleich schlau gemacht und mein Oldie hatte auch gleich etwas bei der Hand, wo es ein besonders gutes Gulasch geben sollte. Sofort war auch reserviert und ein paar Tage später sind wir 15 Mann hoch mit unserem Lehrer dort eingezogen. Doch als wir dann unser Gulasch und Bier bestellen wollten, erlebten wir ein kleines Wunder. 😦 „Im Sommer gibt’s kein Gulasch, weil da ist es warm und da wird das dann schnell schlecht“, tat uns die Chefin kund – grrr. So gab’s dann Toast, was ich mich erinnere. Eventuell haben wir mit Bier ausgeglichen, damit unser Lehrer nicht zu billig davon kann… 🙂

Und heute war ich wieder mal dort – sind ja das ja eh hin und wieder – und auf der Anschlagtafel vor dem Gasthaus stand unter anderem auch Gulasch. Habe ich natürlich sofort bestellt und war sehr gut, auch der dazu georderte Semmelknödel war recht fein. Habe ich es doch noch – mit „etwas“ 😉 Verzögerung – geschafft. Das Mineralwasser war etwas gewöhnungsbedürftig – in der kleinen Kunststoffflasche. Und beim Zahlen gab’s dann erneut eine eher wenig angenehme Überraschung – 11.30 €. Pfff! 😈

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