Chemie – das neue Deutsch

Keine Ahnung, ob ich schon mal über eine Odyssee beim Besuch der Deutschlehrer beim Elternsprechtag meines Vialis berichtet habe – vermutlich schon (das ist es aber nicht, müsstet schon Ihr ein bisschen suchen), aber dieses Mal hatte ich keinen Anschlag auf diese vor und eigentlich auch nicht auf andere ihrer Leidensgenossen.

Doch im Trubel der elektronischen Anmeldung zu den einzelnen 5-Minuten-Terminen war doch wieder einiges passiert. Zuerst waren die Einheiten nicht verfügbar, so als ob sich bereits knapp nach Mitternacht, sobald das System zur Anmeldung geöffnet war, bereits die meisten Eltern eingetragen hätten. Ich habe in der Schule nachgefragt und dort wurde mir erklärt, dass noch nicht alles richtig eingestellt war. Ok, kann ja passieren. So trug ich mich einfach munter bei jenen Lehrern ein, bei denen das bereits möglich war, leider aber im 5-Minuten-Raster ohne Pause – wie das wohl klappen würde, wenn man(n) dazwischen auch Raum bzw. Stockwerk zu wechseln hat. Das war dann aber irgendwie nicht die Hürde. Eher eigenartig war, dass nicht alle Lehrer verfügbar waren bzw. manche aufschienen, die mir irgendwie nicht gerade bekannt vorkamen, vom Namen meine ich. Aber egal, irgendwann hatte ich alle beieinander.

Und so begab ich mich also am Tag des Jüngsten Gerichts der Befragung in die Schule und versuchte einen nach der anderen abzuklappern, was auch – trotz der oben beschriebenen selbst eingebauten Hürden – recht gut gelang.

So stürmte ich unter anderem auch in den Chemiesaal – erkannte ich sofort am Periodensystem an der Wand – und traf dort einen Mann und eine Frau. Auf meiner Liste war ein Mann, somit alles sonnenklar. Ich klärte ab, ob er die Klasse hat und legte los. Doch irgendwie wollte oder konnte er nicht so recht einsteigen, bis sich herausstellte, dass er nur die Buben der Klasse in Turnen hat. Ich wollte mich sogleich an die Frau heranmachen, doch auch diese lehnte schnell ab – wieder Fehlalarm. Dennoch waren mir beide behilflich und nannten mir den Namen und Raum des vermutlichen Übeltäters, etwas mit „Ko“ zu Beginn – nennen wir ihn also „Komisch“.

Machte ich mich also sofort auf den Weg zu Herrn „Komisch“, begrüßte ihn überschwänglich, nahm Platz und wollte auch schon mit ihm drauf los palavern, aber recht schnell wurde uns beiden klar, dass es auch hier keinen perfekten Match gab. Zuhause durfte ich dann erfahren – warum sFrauli das allerdings wusste, keine Ahnung – dass es gar keinen Herrn „Komisch“ gibt, sondern nur eine Frau „Komisch“. Hm, komisch.

Naja, jedenfalls schickte mich dieser Herr „Komisch“, der nicht einmal einer war, zu Herrn „Kobold“ (tatsächlich auch mit „Ko“). Dort war ich dann richtig aufgehoben, aber das wäre eine andere Geschichte. Nur so viel – den Test, den sie in der Klasse am Vormittag hatten, hatte er für meinen Viali noch nicht angeschaut, war ich doch nicht angemeldet…😀

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8 Antworten zu Chemie – das neue Deutsch

  1. Kiira schreibt:

    Wie verwirrend mit dem Herrn Komisch:/ .. aber Respekt, dass du die Termine trotz fehlender Pause alle geschafft hast😀

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