Aufstieg und Verfall

Ein Jüngling sieht mich über den großen Vorplatz am Bahnhof auf sich zu rauschen und blickt freudig erregt in meine Richtung. Naja, eigentlich sieht er nicht in meine Richtung, sondern eher der feschen Blondine neben mir irgendwo hin, denke ich, was ich ja auch durchaus nachvollziehen konnte. In seiner Hand hatte er aber ein trügerisches Mapperl – nennen wir ihn daher Keili. Kommt also Keili auf uns (ich nehme die fesche Brünette also sozusagen gleich in Beschlag) zu und seine Augen werden immer gieriger. Im letzten Augenblick wendet er sich dann aber doch tatsächlich in meine Richtung und winkt mir zu. Der Blick verlor dabei etwas das lüsterne, passte dadurch aber auch besser zu seiner Absicht, die nun etwas klarer wurde. Nun, ich hob die Hand in ähnlicher Manier wie Keili und winkte ihm auch zu, was eine noch zufriedenere Miene in sein lächelndes Gesicht zauberte. Dann ließ ich ihn dort stehen und ging weiter zum Zug, was Keili ruckartig enttäuscht in sich zusammenfallen ließ – entsetztes Gesicht inklusive.

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